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Was läuft bei McTrek, Herr Poley?

„40% Online-Plus”

Yeah AG
 Dominik Poley ist CEO der Yeah AG mit Sitz in Bruchköbel. Sie betreibt 42 McTrek Outdoor Sports-Filialen und einen Online-Shop.
Dominik Poley ist CEO der Yeah AG mit Sitz in Bruchköbel. Sie betreibt 42 McTrek Outdoor Sports-Filialen und einen Online-Shop.

Das Wetter hat die Kunden in den vergangenen Wochen kaum in Kauflaune versetzt. Doch im Online-Shop von McTrek decken sie sich jetzt für den nächsten Winter-Trip ein.

TW: Wie war die KW5 bei McTrek, Herr Poley?
Dominik Poley: Ich rede eigentlich nicht gern vom Wetter, aber die vergangene Woche war in den Filialen tatsächlich schwierig. Es war nicht nur zu warm, sondern hat zum Teil wie aus Eimern geschüttet. In unseren 42 Läden haben wir für die 5. Woche ein zweistelliges Minus zu verbuchen. Sehr erfreulich war die Entwicklung in unserem Online-Shop. Hier haben wir ein Plus von 40% im Vergleich zum Vorjahr. Die Kunden wollen auch bei schlechtem Wetter shoppen – aber vom Sofa aus.


Was kaufen die Online-Kunden?
Offenbar decken sich jetzt viele noch für einen Winter-Trip ein: Sehr gut verkaufen wir online Wintersportbekleidung, aber auch Reisegepäck, Rucksäcke und Damenbekleidung. Wir stellen fest: Gut funktionieren vor allem Produkte, zu denen man etwas erzählen kann, zum Beispiel, warum sie besonders nachhaltig sind.


Was tut sich schwer?
Dicke Jacken für den Alltag. Die hängen nach wie vor wie Blei. Moderne Outdoor-Jacken, die Schutz vor Wind und Wetter bieten, aber auch für die Stadt geeignet sind, sind eigentlich ein gutes Thema. Aber eben nicht zu dick gefüttert. Das werden wir im nächsten Winter deutlich runterfahren.


Seit dem 27. Januar läuft der inoffizielle WSV. Spielt das für Ihr Geschäft eine Rolle?
Kaum. Im Prinzip ist ja mittlerweile das ganze Jahr Sale. Mit klassischem Vororder-Geschäft in dieser Situation auskömmliche Margen zu erzielen, ist schwierig. Genau deswegen setzen wir zunehmend auf das Off-Price-Business.


Was ist dabei die größte Herausforderung?
Ware zu bekommen, ist es sicherlich nicht. Der Umsatz darf aber auch bei uns nicht über Warendruck kommen, sondern über eine gesteigerte LUG. Wir müssen unseren Kunden öfter einen Grund geben, uns online oder in den Filialen zu besuchen. Das ist ein Prozess und auch mit Invest in Marketing verbunden. Das Sortiment muss abwechslungsreicher und spannender werden; nur von Bedarfskunden können wir in Zukunft auch nicht mehr leben.
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