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Wegen des Verdachts auf Betrug

21sportsgroup: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kofler

21sportsgroup
Georg Kofler hätte die Story um die 21sportsgroup gerne anders erzählt.
Georg Kofler hätte die Story um die 21sportsgroup gerne anders erzählt.

Die Beteiligung Georg Koflers an der mittlerweile insolventen 21sportsgroup schlägt noch immer Wellen. Jetzt hat sich sogar die Staatsanwaltschaft München II eingeschaltet. Es geht um die geplante, aber nie vollzogene Fusion der Planet Sports-Mutter 21sportsgroup mit der Social Chain-Gruppe. Wie die Staatsanwaltschaft bestätigt, ist gegen Georg Kofler in dieser Sache wegen Betruges ein Ermittlungsverfahren anhängig.

Zuvor hatte das Manager Magazin über die Ermittlungen berichtet. Kofler habe bei einem Dinner im Mai 2019 für ein Investment in die 21sportsgroup geworben, indem er einen Zusammenschluss mit der Social Chain in Aussicht stellte – mit dem Ziel des Börsengangs. Das schließe einen Verlust praktisch aus – so zitiere ein Investor Kofler in der Strafanzeige sinngemäß, schreibt das Manager Magazin. Kofler weise die Vorwürfe zurück, er habe keine solchen Versprechungen gemacht.


Fakt ist: Die Fusion fand nie statt. Kurz nachdem Planet Sports im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden musste, folgte dieser Schritt auch für die 21sportsgroup. Dabei war die Geschichte gut. 2018 stieg der Medien-Profi Kofler bei der 21sportsgroup ein. Das Know-how des Gesellschafters sowie die Reichweite und Kompetenz seines neuen Social Media-Unternehmens The Social Chain Group sieht der damalige 21sportsgroup-Geschäftsführer Henner Schwarz als „entscheidenden Wettbewerbsvorteil“ für weiteres Wachstum.


Tatsächlich wurden 2018 Optionen diskutiert, 21sportsgroup mit der The Social Chain Group AG gesellschaftsrechtlich zu verbinden. Das bestätigte Social Chain, ein neues Unternehmen, in das The Social Chain Group mittlerweile eingebracht wurde, im vergangenen März. „Voraussetzung dafür wäre gewesen, dass sich die 21sportsgroup gesellschaftsrechtlich und wirtschaftlich zu einem börsenfähigen Unternehmen entwickelt. Dieser Prozess hat länger gedauert als geplant. Dadurch war ein Einstieg der The Social Chain AG nicht möglich.“

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