Rund 80.000 Besucher zählte die Ispo Munich vom 3. bis 6. Februar. Damit ist die Zahl der Besucher der weltgrößten Sportartikelmesse im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben – trotz des Schnees, der einigen Besuchern die planmäßige Anreise erschwerte.

„Die Ispo Munich zeigt, dass es für Sportartikelhersteller und Sportfachhändler zahlreiche ungenutzte Potenziale gibt, die das Wachstum und vor allem die Branche selbst beflügeln können“, so Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. Erstmals widmete sich die Messe auch dem Thema E-Sports, Vorträge und Spiele wurden über einen eigenen Kanal auf dem Live-Streaming-Videoportal Twitch übertragen. Dieser zählte mehr als 300.000 Aufrufe in den letzten drei Tagen.



E-Sports spielte auf der Ispo erstmals eine große Rolle. Neben Vorträgen und Live-Matches konnten Besucher auch selber aktiv werdenn.
Ispo Munich
E-Sports spielte auf der Ispo erstmals eine große Rolle. Neben Vorträgen und Live-Matches konnten Besucher auch selber aktiv werdenn.
Aber auch die Bedeutung der Ispo als Branchen-Treffpunkt ist ungebrochen. „Hier ist der Platz, wo wir alle zusammenkommen, wo wir die Menschen treffen, die wir mögen“, sagt Maloja-Geschäftsführer Peter Räuber. Für Marken, die ihren Kunden zeigen wollen, wie sie sich für die Zukunft aufstellen, ist die Ispo unverzichtbar.

Trerè Innovation, die mit ihrer neuen Funktionsbekleidungsmarke Uyn zum Start im Herbst direkt 1700 Kunden gewinnen konnten, nutzen die Messe, um ihre neuen Kollektionen, ihre aktuellen Entwicklungen und ihr neues Forschungs-Zentrum am Hauptsitz in Asola vorzustellen. Boardsport-Spezialist und Ispo-Wiederkehrer O'Neill zeigt eine rundum erneuerte Kollektion, hoch-funktionale und dennoch sehr versatile Teile und „Stories, nach denen die Händler auf der Suche sind“, wie es Commercial Director Kees Scholten formuliert.

Der japanische Ski-Spezialist Descente präsentierte sich mit Lothar Heinisch als neuem Country Manager erstmals wieder gezielt auch dem deutschen Handel, Funktionsbekleidungs-Spezialist X-Bionic nutzte die Messe, um neben der neuen Puma-Kooperation einen Eigentümer- und Chef-Wechsel zu verkünden. „Natürlich müssen wir uns hier präsentieren“, so auch Mammut-Geschäftsführer Oliver Pabst, der mit Mammut zum digitalen Leader der Outdoor-Branche werden will. Unter anderem mithilfe des jüngst gelaunchten Mammut Connect-Projekts.

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Neben der Digitalisierung stand auch Nachhaltigkeit im Fokus der vergangenen vier Tage – nicht nur bei Ausstellern und Händlern, die dieses Thema schon heute besonders herausstellen. „Wir werden das künftig etwas offensiver tun, da die Endverbraucher immer stärker daran interessiert sind“, sagt etwa Maloja-Chef Räuber. „Und es ist ein Thema, das wir gar nicht von der Geschäftsführung vorgeben, da sind die Mitarbeiter selbst die Antreiber.“ Dazu zählt er zum Beispiel den Einsatz recycelter Materialien und rückverfolgbarem Bio-Cotton, ebenso die Optimierung von Transportwegen sowie die lange Nutzungsdauer der Produkte.

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