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Wer hat’s erfunden?

Nike klagt gegen Lululemon

Lululemon
Seit Ende 2020 wird der Mirror auch in Lululemon-Stores verkauft.
Seit Ende 2020 wird der Mirror auch in Lululemon-Stores verkauft.

Sportbrands gehen beim Aufbau eigener Ökosysteme mit großen Schritten voran. Mit immer mehr Tools und Services wollen sie Kunden an sich binden. Nun wirft Nike seinem kanadischen Mitbewerber Lululemon vor, mit dem interaktiven Fitness-Spiegel Mirror Nike-Patente zu verletzen.

In der Klageschrift, die der weltgrößte Sportartikelkonzern jetzt in New York eingereicht hat, beruft sich Nike auf ein "robustes Portfolio von Patenten, die sich auf seine digitalen Sportinnovationen für die Verwendung in oder mit Fitnessgeräten und Apps beziehen, und insbesondere auf seine Funktionen, die Sportler dazu motivieren, sich kontinuierlich mit einer gleichgesinnten Gemeinschaft von Sportlern auszutauschen". Mehrere dieser Patente würden durch den interaktiven Fitness-Spiegel Mirror und die dazugehörigen mobilen Anwendungen verletzt. Der kanadische Yogawear-Anbieter Lululemon Athletica hat Mirror 2020 für eine halbe Milliarde Dollar gekauft.

Weiter heißt es, dass Nike vor Einreichen der Klage Lululemon über die Verstöße informiert habe. Lululemon weigere sich, diese einzustellen und wies stattdessen Nikes Ansprüche ab. "Die fraglichen Patente sind übermäßig weit gefasst und ungültig", so das offizielle Statement einer Sprecherin von Lululemon. "Wir sind von unserer Position überzeugt und freuen uns darauf, sie vor Gericht zu verteidigen."

Bei den aufgeführten Patenten handelt es sich unter anderem um einen Prozessor, der Trainingsanweisungen zur Herzfrequenzüberwachung liefert und digitale Tools zur eigenen Motivation und zur Förderung von Wettbewerb zwischen den Nutzern.
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