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"Wir konzentrieren uns auf die Verlagerung von Ressourcen"

Nike treibt Umbau des Europa-Geschäfts voran

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"Dies ist eine Fortsetzung der Arbeit, die Nike im vergangenen Sommer begonnen hat, um die Organisation zu vereinfachen", heißt es vom Unternehmen.
"Dies ist eine Fortsetzung der Arbeit, die Nike im vergangenen Sommer begonnen hat, um die Organisation zu vereinfachen", heißt es vom Unternehmen.

Nike baut um. Nicht nur auf dem Heimatmarkt, wo zuletzt 700 Stellen in der Zentrale gestrichen wurden. Auch in Europa stehen im Rahmen der Vereinfachung der Organisation entscheidende Veränderungen an. So soll auch das Deutschland-Geschäft künftig von der europäischen Zentrale im niederländischen Hilversum gesteuert werden. Wie dem Unternehmen nahe stehende Kreise berichten, kommt der Konzern bei dieser Neu-Organisation allerdings nicht so schnell voran wie geplant.

Eine offizielle Bestätigung für die Verlagerung des Deutschland-Geschäfts gibt es allerdings auch nach einem entsprechenden Bericht der Wirtschaftswoche nicht. Wie das Magazin berichtet, soll Nike-Deutschlandchef Ralf Fäßler in den kommenden Monaten Stellen einsparen und dann selbst das Unternehmen verlassen. Wie viele der mehr als 200 Mitarbeiter in Berlin betroffen sind, sei offen. Mehr als die Hälfte der Bürofläche im Stadtteil Friedrichshain soll offenbar untervermietet werden.


Auf Nachfrage der TextilWirtschaft kommentiert Nike die Pläne wie folgt: „Dies ist eine Fortsetzung der Arbeit, die Nike im vergangenen Sommer begonnen hat, um die Organisation zu vereinfachen. Wir bauen ein flacheres, agileres Unternehmen auf und transformieren Nike schneller, um den Markt der Zukunft zu definieren. Obwohl wir keine Zahlen angeben, wird erwartet, dass die Änderungen zu einem Verlust an Arbeitsplätzen führen, was immer schwierig ist. Wir konzentrieren uns auf die Verlagerung von Ressourcen und die Schaffung von Kapazitäten zur Reinvestition in unsere Wachstumsbereiche mit dem höchsten Potenzial. Dieser Prozess und der damit verbundene Zeitrahmen variieren in bestimmten Märkten aufgrund lokaler Arbeitsgesetze, Betriebsräte und Konsultationen.“

Den Posten des President/General Manager für die EMEA-Region inklusive Deutschland hat kürzlich erst Carl Grebert übernommen. Er folgte auf Bert Hoyt, der nach 22 Jahren im Konzern in den Ruhestand ging. Dass alle regionalen Führungskräfte mittlerweile an Nikes D2C-Chefin Heidi O’Neill berichten, zeigt, wohin die Reise geht.
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