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Wohin steuert Pyua ohne Perschke?

„Wir wollen und werden deutlich wachsen“


Pyua
Stefan Mohr richtet Pyua neu aus
Stefan Mohr richtet Pyua neu aus

Gründer Timo Perschke hat Pyua verlassen. Stefan Mohr, Investor und Geschäftsführer, erklärt, was er mit dem Unternehmen vorhat.

Vor elf Jahren gründete Timo Perschke das Eco-Sport-Label Pyua. Die vergangenen zwölf Monate waren turbulent: Vor einem Jahr stieg übernahm die Münchner Beteiligungsgesellschaft Spin Capital das Unternehmen. Im Sommer sorgte die Ankündigung des Verkaufs von Pyua-Produkten bei Tchibo für Unruhe bei den Handelspartnern. Nun werfen der Ausstieg von Gründer von Timo Perschke und die jüngste Zusammenarbeit mit Ebay weitere Fragen auf. Stefan Mohr, Geschäftsführer von Spin Capital und von Pyua Protection, erklärt, was er mit der Marke vorhat.


TextilWirtschaft: Herr Mohr, was haben Sie vor mit Pyua?
Stefan Mohr: Das Steigerungspotential hinsichtlich Wahrnehmung und Akzeptanz beim Endkonsumenten und beim Handel von Pyua zu nutzen und diese jetzt schon tolle Marke weiterzuentwickeln.


Was heißt das? Was ist aus Ihrer Sicht der Markenkern?
Pyua steht für 100% nachhaltige Produkte. Diesen Kern werden wir beibehalten und die Kollektionen und Produkte so weiterentwickeln, dass sie beim Endkonsumenten eine stärkere Relevanz haben - 365 Tage im Jahr. An der zukünftigen Ausrichtung von Pyua arbeiten wir gerade.


Der angekündigte Verkauf von Pyua-Produkten bei Tchibo hat für Unruhe bei Ihren Handelspartnern gesorgt. Jetzt haben Sie noch einmal nachgelegt mit der Exklusiv-Kollektion Pyua Urban, die seit Anfang Oktober bei Ebay erhältlich ist: acht Jackenmodelle, alle unter 200 Euro. Ist das der neue Weg?
Ich will es mal so formulieren: Wir sind dabei, uns neu aufzustellen und dabei verschließen wir uns nicht den Marktgegebenheiten und stehen grundsätzlich allen Distributionswegen offen gegenüber. Das heißt aber auch ausdrücklich, dass wir sehr gerne weiter – und am liebsten noch intensiver – mit dem Sportfachhandel zusammenarbeiten wollen.


Was ändert sich mit dem Umzug von Kiel nach München? Rücken ABS und Pyua zusammen?
Aktuell gibt es die deutlichste Änderung in der Geschäftsführung, die ich seit unserem Einstieg mit Timo Perschke geteilt hatte, der nun aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Ich teile diese ab jetzt mit Christian Mader, der zukünftig den kaufmännischen Bereich verantworten wird. Ansonsten werden Pyua und ABS in den Bereichen zusammenrücken, in denen es Sinn macht. Zum Beispiel gibt es im Bereich Sales viele Überschneidungen, da viele ABS-Händler auch Pyua führen.


Welches Umsatzpotenzial sehen Sie? Wo stehen Sie heute?
Zum derzeitigen Zeitpunkt werden wir keine Zahlen veröffentlichen, aber ich kann eins sagen: Wir wollen und werden deutlich wachsen. Die Marke ist stark und der Markt für nachhaltige Produkte wächst enorm. Das ist heute schon so in unserer Kernregion DACH, sicher bald aber auch in Märkten wie Frankreich und Italien. Spannend wird in der Zukunft für uns auch Nordamerika, da werden wir zu gegebener Zeit unsere Fühler ausstrecken.
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