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Zur Lage: Valeska Benner, Geschäftsführerin von Sportmarken24

"Sobald es schneit, steigt der Umsatz"

Sportmarken24
Valeska Benner ist Geschäftsführerin von Sportmarken24. Für über 300 Geschäfte sind Verkäufe über die Plattform mittlerweile ein zusätzliches Standbein.
Valeska Benner ist Geschäftsführerin von Sportmarken24. Für über 300 Geschäfte sind Verkäufe über die Plattform mittlerweile ein zusätzliches Standbein.

Heiß begehrt und gleich wieder weg – Schlitten, Langlauf-Ski und Winterstiefel wurden in den vergangenen Wochen bei Sportmarken24 zum Teil sogar über UVP verkauft.

TextilWirtschaft: Sportmarken24 ist einer der Kanäle, über den stationäre Sportfachhändler trotz Lockdown derzeit verkaufen können. Brummt das Geschäft?
Valeska Benner: Der Dezember war bei uns erwartungsgemäß sehr gut, aber tatsächlich war der Januar sogar noch besser als der Vormonat. Das trifft allerdings natürlich nicht für jeden einzelnen Händler zu.

Was sind die aktuellen Topseller?
Ich nenne sie mal die klassischen Lockdown-Produkte. Das sind vor allem drei Kategorien: Alles zum Rodeln, Schlitten- und Bobfahren, Langlauf-Ski und -Schuhe sowie winterfeste Wanderstiefel. Davon hätten unsere Händler mehr verkaufen können. Alles was reinkam, war sofort wieder weg. Und man hat ganz deutlich gesehen: Sobald es schneit, steigt der Umsatz.

Diese Produkte verkaufen Sie dann wahrscheinlich auch ohne Rabatte, oder?
Nicht nur das, die werden zum Teil sogar über UVP verkauft.

Macht sich auf der anderen Seite der Warendruck, den die Händler in anderen Kategorien haben, bei Ihnen bemerkbar? Stichwort Alpin-Ski.
Darauf liegt auf jeden Fall nicht unser Fokus. Denn diese Produkte werden ja derzeit selbst bei hohen Rabatten kaum gekauft. Natürlich gibt es ein paar Kunden, die jetzt gezielt nach Schnäppchen suchen, aber das ist die Ausnahme. Die schwache Nachfrage nach diesen Produkten können wir und unsere Händler aber mit anderen Kategorien überkompensieren.

Nicht nur mit den genannten drei?
Nein, sehr gut funktionieren auch nach wie vor Laufschuhe und vor allem auch Laufbekleidung. Das hat sich ja mittlerweile zu einem Ganzjahresthema entwickelt. Gut verkauft hat sich auch Sportbekleidung fürs Indoor-Training.

Kaufen die Kunden auch schon erste Frühjahres-Produkte?
Wenig. Unser Geschäft ist schon sehr bedarfsgetrieben. Ich schätze mal, dass wir jetzt noch ein bis zwei Wochen Winterware verkaufen. Wenn es dann aber warm wird, müssen wir die richtigen Produkte für die Übergangzeit haben. Auf diese Phase bereiten wir uns jetzt vor. Ich bin zum Beispiel gespannt, ob es dann etwa wieder zu so einem Run auf Inline-Skates kommt wie im vergangenen Frühjahr.

Im ersten Lockdown wurden Sie ja von interessierten Händlern quasi überrannt. Wie hat sich das im Jahresverlauf entwickelt?
Den Sommer über hat sich das normalisiert, im Dezember und auch im Januar gab es dann aber auch wieder einen Aufschwung. Mittlerweile haben wir mehr als 300 Geschäfte angebunden. Viele der Händler sind engagiert und kreativ in der Krise – und wir bieten ihnen mit unserer Plattform ein weiteres Standbein.
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