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Zweistelliges Wachstum in allen Regionen und Kategorien

Puma glänzt im ersten Halbjahr


Puma
Der Umsatz mit Turnschuhen ist im zweiten Quartal am stärksten gewachsen. Das Foto zeigt ein Modell aus der Zusammenarbeit mit Fußballer Neymar.
Der Umsatz mit Turnschuhen ist im zweiten Quartal am stärksten gewachsen. Das Foto zeigt ein Modell aus der Zusammenarbeit mit Fußballer Neymar.

Nach einem erfolgreichen ersten Quartal hat Puma das Tempo im zweiten Quartal weiter beschleunigt: Dadurch konnte der Sportartikel-Hersteller seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2021 auf 3,1 Mrd. Euro steigern. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem währungsbereinigten Plus von 54%. Das operative Ergebnis (Ebit) sprang von minus 44 Mio. auf 263 Mio. Euro. Die operative Marge verbesserte sich von minus 2% auf 8,4% - und nähert sich damit jener von 2019 (8,8%) an.

Das Konzernergebnis kletterte von minus 59 Mio. auf 158 Mio. Euro, wodurch sich das Ergebnis je Aktie von minus 40 Cent im ersten Halbjahr 2020 jetzt auf 1,06 Euro erhöhte. Im Vergleich mit dem Vorkrisenjahr 2019 hat Puma beim Umsatz um 30% zugelegt. Auch das Ebit von 223 Mio. Euro in 2019 wurde übertroffen.

Das Großhandelsgeschäft hat im ersten Halbjahr 2021 zwar mit einem Plus von 57% auf 2,4 Mrd. Euro den Löwenanteil zu den Erlösen beigetragen, das Direct-to-Consumer-Geschäft ist mit 43% aber ebenfalls kräftig gewachsen. Über die eigenen Stores (plus 49%) und den E-Commerce (plus 34%) konnte ein Umsatzanteil von 735,9 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Puma.com ist im Berichtszeitraum auch in Mexiko und den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Start gegangen.

Ein stärkerer Abverkauf, geringere Maßnahmen zur Verkaufsaktivierung und eine niedrigere Basis des Jahres 2020 durch die Covid-19-Pandemie führten dazu, dass die Rohertragsmarge im ersten Halbjahr 2021 um 180 Basispunkte auf 48% gestiegen ist. Im ersten Halbjahr 2019 lag sie bei 49,2%.

Gestiegen sind allerdings auch die operativen Aufwendungen und zwar um 20,7% auf 1,3 Mrd. Euro. Als Grund nennt der Sportartikelkonzern höhere Aufwendungen für Marketing, umsatzabhängige Vertriebs- und Lagerkosten sowie Ineffizienzen in den Geschäftsabläufen aufgrund der Pandemie. Die flüssigen Mittel beliefen sich zum 30. Juni auf 755 Mio. Euro. Zudem verfügt Puma zum Ende des zweiten Quartals über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 934 Mio. Euro.

Die vorläufigen Ergebnisse für das zweite Quartal hat Puma jetzt bestätigt: Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 96% auf 1,6 Mrd. Euro.  Es gelang dem Unternehmen, das Ebit von minus 115 Mio. auf plus 109 Mio. Euro zu steigern. Das Konzernergebnis betrug 49 Mio. Euro, nach minus 96 Mio. Euro im Vorjahr. Verglichen mit 2019 erzielte Puma im zweiten Quartal ein Plus von 36%.

Dabei hätten alle Regionen und Produktbereiche mit mindestens zweistelligem Wachstum zu der positiven Entwicklung beigetragen. Das stärkste Wachstum erlebte Puma mit 182% in Amerika, getrieben durch die Nachfrage auf dem nordamerikanischen Markt. Die gestiegene Nachfrage dort führt der Konzern auch auf den 2018 erfolgten Wiedereinstieg in den Basketball zurück. In den Regionen EMEA und Asien/Pazifik lag das Plus bei 85% bzw. 30%.

Im zweiten Quartal ist das Großhandelsgeschäft mit 114% auf 1,2 Mrd. Euro wesentlich stärker gewachsen, als das Direct-to-Consumer-Geschäft, das allerdings auch um 55% auf 389 Mio. gesteigert werden konnte. Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen schlagen sich in den Zuwachsraten der eigenen Kanäle Pumas deutlich nieder: Während die Umsätze in den eigenen Stores währungsbereinigt um 107% wuchsen, legte der E-Commerce nur noch um rund 9% zu.

Hinsichtlich der Produktkategorien führten Schuhe – sowohl Running- und Trainings- als auch Sportstyle-Modelle – mit einem 114%igen Plus das Wachstum an. Textilien legten um 86% zu, Accessoires um 72%.

Puma-CEO Bjørn Gulden ist entsprechend zufrieden mit dem zweiten Quartal, in dem trotz operativer Schwierigkeiten Umsatz und Profitabilität stark gesteigert werden konnten. Von ihm heißt es: "Die Beschaffungssituation war schwierig, da die Frachtkapazitäten knapp und die Häfen überlastet waren und in einigen Beschaffungsländern aufgrund von Covid-19 Beschränkungen erlassen wurden." Während der Covid-19-Pandemie habe sich jedoch die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Einzelhandelspartnern verstärkt, was im zweiten Quartal hilfreich gewesen sei.

"Natürlich sind wir nach wie vor besorgt über die Auswirkungen, die Covid-19 kurzfristig auf unser Geschäft haben wird, insbesondere in der Lieferkette, aber wir sehen die mittelfristigen Aussichten für unsere Branche im Allgemeinen und für Puma im Besonderen weiterhin sehr positiv", sagt Gulden. Und abschließend fügt er hinzu: "Wir sind sehr stolz auf die italienische Nationalmannschaft, die mit unseren Produkten die Fußball-Europameisterschaft gewonnen hat."

Der Konzern bestätigte nun auch die Prognose, die bei Vorlage der vorläufigen Zahlen des zweiten Quartals genannt wurde, und geht für das Geschäftsjahr 2021 von einem währungsbereinigten Plus von mindestens 20% aus. Zuvor war das Management von einem Umsatzwachstum im mittleren Zehnerprozentbereich ausgegangen. Das Ebit soll zwischen 400 Mio. und 500 Mio. Euro liegen.
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