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Wachstum in allen Sparten und Regionen

Puma steigert Gewinn um 30% und hebt Prognose an

Puma
Puma-Flagship-Store in New York. Die Wachstumsrate in Amerika lag im dritten Quartal bei 20%.
Puma-Flagship-Store in New York. Die Wachstumsrate in Amerika lag im dritten Quartal bei 20%.

Der Sportartikelhersteller Puma wächst weiter kräftig und profitabel. Der fränkische Konzern steigerte seinen Umsatz im dritten Quartal um 19% auf rund 1,48 Mrd. Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 17%. Das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 25% auf 126 Mio. Euro, das Konzernergebnis sogar um 29,7% auf 100,5 Mio. Euro. In der Folge hob das Management die Prognose für das Gesamtjahr leicht an.


Das Geschäft entwickelte sich in den einzelnen Regionen völlig unterschiedlich: Im Raum Asien-Pazifik schossen die Umsätze um 32,7% auf 396,8 Mio. Euro empor. Schwächer fiel die Wachstumsrate in Nord- und Südamerika aus. Dort stiegen die Umsätze um 20,3% auf 498,6 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach bekanntgab.

Premiere an der Fifth Avenue: Das neue Puma-Flaggschiff in New York

In der Region Europa, Nahost und Afrika lag das Plus bei 10,2%. Dadurch ergab sich ein Volumen von 582,2 Mio. Euro. Gegenüber dem zweiten Quartal ist das aber eine leichte Verbesserung. In dem Zeitraum hatten sich die Erlöse um 2% erhöht. CEO Bjørn Gulden spricht daher auch von einer „deutlichen Erholung in Europa“.

Textilsparte wächst um fast 19%

Im Vergleich der einzelnen Konzernsparten legten Sportstyle, Motorsport, Golf sowie Running & Training am stärksten zu. Über konkrete Zahlen schweigen sich die Herzogenauracher allerdings aus. Das Geschäft mit Textilien wuchs um 18,7%, gefolgt von Schuhen (16,9%) und Accessoires (13,4%).

Aufgelaufen ergibt sich für die ersten drei Quartale auf Konzernebene ein Umsatzplus von 17,6% auf 4,02 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 28% auf 385 Mio. Euro, das Konzernergebnis sogar um 39% auf 245 Mio. Euro.


Alle Produktbereiche erzielten zweistellige Wachstumsraten: Bei Schuhen stiegen die Umsätze um 13,5%, bei Textilien um 22,4% und bei Accessoires um 10,3%. Der Wholesale wuchs währungsbereinigt um 14,5%. Im eigenen Einzelhandel (eigene Stores und E-Commerce) erhöhten sich die Umsätze währungsbereinigt um 21,3%. Der Anteil der eigenen Einzelhandelserlöse am Gesamtumsatz stieg auf 23,5%, nach 22,5% im Vorjahr.

Konzernchef Gulden sprach bei der Vorlage der Geschäftszahlen vom „besten Quartal, das Puma jemals verzeichnet hat, sowohl beim Umsatz als beim Ebit“. Das währungsbereinigte zweistellige Wachstum in allen Produktbereichen und fast allen Regionen unterstreiche die „positive Entwicklung“ der Marke.

US-Zölle beeinträchtigen Ergebnis

Für das vierte Quartal erwartet der Manager, dass sich die US-Zölle auf Importe aus China erstmals auf das Geschäft auswirken. „Ohne Preiserhöhung wird das Ebit dadurch – zumindest kurzfristig – beeinträchtigt werden", sagt Gulden. Dennoch geht er davon, dass das operative Ergebnis im Gesamtjahr bei 420 Mio. Euro bis 430 Mio. Euro liegen wird. Bislang hatte Puma 410 bis 430 Mio. Euro prognostiziert. 

Beim Umsatz hob der CEO die Prognose ebenfalls leicht an: Er erwartet nun, dass sich die Erlöse währungsbereinigt um rund 15% erhöhen. Das sind 2 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Prognose.

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