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Store des Tages: Schwinds Erben in Görlitz

Den ersten Anlauf hatten sie schon vor fünf Jahren genommen. Der letzte große Umbau des 1946 eröffneten Traditionshauses in der Görlitzer Innenstadt lag da immerhin schon fast 20 Jahre zurück. „Aber mein Vater, der inzwischen 82 ist, wollte das damals nicht“, erklärt Georg Schwind, der das Familienunternehmen 2010 von seinen Eltern übernommen hat.

Store des Tages: Schwinds Erben in Görlitz




Aber jetzt hat sich der Junior durchgesetzt. Die 300m² große HAKA-Fläche im Erdgeschoss wurde mit Hilfe der Firma Schleifenbaum aus Haiger komplett neu gestaltet. Drei Monate lang war der Laden geschlossen. Als jetzt im März die Neueröffnung gefeiert wurde, erkannten die mehr als 250 Stammkunden ihren Herrenausstatter nicht wieder. Das dunkle Kirschbaumholz war heller Eiche, Beton und Edelstahl gewichen. Eine Automatiktür wurde eingebaut, Fenster und Klinker-Ziegel frei gelegt. Die dann doch nicht so ansehnliche Natursteinmauer des historischen Gebäudes wurde durch antik anmutende Steine ergänzt.

„Der Laden wirkt jetzt deutlich heller, größer und großzügiger, haben unsere Kunden festgestellt. Er hat fast schon Loftcharakter“, schwärmt Schwind. Und passe jetzt endlich auch zur DOB im ersten Stock, die schon vor anderthalb Jahren umgestaltet wurde.

Auch das Sortiment hat Schwind aufgefrischt und ergänzt um Schuhe mit Labels wie Prime Shoes, Hamlet und Marc O’Polo. Die Marke Bugatti, die seit vielen Jahren zum Portfolio gehört, bekam ihren eigenen Shop, der sich optisch ins Gesamtbild integriert. Der Freizeitbereich wurde mit Campione ergänzt, Boss Black gegen Boss Orange ausgetauscht. „Und schon am ersten Tag habe ich den Umsatz einer Dekade geschafft“, sagt Schwind.

Und was sagt sein Vater? „Der hat am Anfang geschluckt, findet es aber jetzt sehr durchdacht und ansprechend“. Und das sei aus seinem Mund schon ein sehr großes Lob.

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