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Gastronomie im Modehandel

Wenn Kunden zu Gästen werden

Knoblauch

Wer einkauft, bekommt irgendwann auch Hunger − was wäre da naheliegender, als den Kunden kurzum zum Gast zu machen und einfach vor Ort zu bewirten? Viele Händler setzen mittlerweile auf den Mix aus Shoppen und Genießen. Sie wollen ihren Kunden einen Mehrwert bieten, einen weiteren Anreiz, in den Laden zu kommen. Verstehen ihn aber auch immer mehr als Gast, dessen Freizeit sie so angenehm wie möglich gestalten möchten.

Wenn die Gastrononomie etwas Besonderes ist, gelingt das natürlich umso leichter. So wie bei Reischmann in Kempen, wo kurzerhand Fernsehkoch Christian Henze verpflichtet wurde und dort jetzt das Restaurant Christians betreibt. Oder auch im Modehaus Ranck, wo mithilfe eines jungen, engagierten Kochs ein Konzept auf die Beine gestellt wurde, das sofort seine Fans in Sulingen gefunden hat. Ähnlich bei Meierfashion in Ettenheim, wo Inhaber Hans-Georg Meier im neuen Modehaus außerhalb des Ortszentrums seine Kunden auch mit veganen Speisen und leckeren Bowls verwöhnen will.

Gastro-Konzepte: So machen's die Händler

Doch es muss nicht immer ein richtiges Restaurant sein. Schon das Versprechen auf einen leckeren Kaffe in Form von Kaffeeduft, der über die Fläche zieht, ist ein Wohlfühlfaktor und erhöht zugleich die Aufenthaltsdauer. Allerdings sollte der Kaffee dann auch wirklich gut sein, das zumindest erklärt, warum bei Zeitgeist in Bünde oder auch M14 in Melle eine italienische Siebträgermaschine zum Inventar gehört.

Auch für viele Marken ist Gastronomie mittlerweile eine feste Säule im Geschäft. Bei der relativ neuen H&M-Tochter Arket beipspielsweise ist ein Café fester Bestandteil des Konzeptes. Angeboten werden kleine Snacks und Getränke in minimalistisch-urbanem Ambiente, zum dort Verspeisen oder Mitnehmen.

Tommy Hilfiger hat kürzlich in Düsseldorf das Restaurant People's Place eröffnet. Angeboten werden neben leichten und originellen Gerichten eine Auswahl täglich durch das Café Hüftgold zubereiteter Kuchen. Ergänzend gibt es diverse vom lokalen Café Bazzar geröstete Kaffeespezialitäten aus den People's Place eigenen Kaffeebohnen sowie Cocktails und Softdrinks. Die Gastronomie ist mit dem Store verbunden, kann aber separat betrieben werden und hat auch vom Store abweichende Öffnungszeiten. People's Place soll einen integralen Bestandteil von Tommy Hilfigers Zukunftsvision im Einzelhandel darstellen, heißt es aus Amsterdam.

Gastro-Konzepte: So machen's die Marken

Auch Marc O`Polo hat in Heringsdorf mit dem Strandcasino ein erstes großes Gastrokonzept auf die Beine gestellt. Auf rund 1000m² gibt es neben dem Marc O'Polo Store drei Restaurants (O'ne mit regionaler Küche, neu interpretiert; The O'Room mit moderner Gourmetküche; VinO' für Weintastings und als Event-Location) sowie den Foodshop O'Deli mit ausgewählten Gourmetprodukten.

Das große Gastro-Spezial mit vielen Praxisbeispielen aus dem Handel lesen Sie ab Mittwoch, den 03. April im digitalen E-Paper, sowie in der App auf dem Smartphone oder Tablet für Android sowie iOS und ab Donnerstag in der gedruckten Ausgabe der TextilWirtschaft.
Mehr zu den einzelnen Konzepten finden Sie hier:

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