Store des Tages Herbst 2021

Modehaus Jesske: Startschuss für Wäsche in Greifswald

Modehaus Jesske
Die neue, 500m² große Wäscheabteilung befindet sich im ersten Obergeschoss.
Die neue, 500m² große Wäscheabteilung befindet sich im ersten Obergeschoss.

Das Händler-Ehepaar Birgit und Hermann Jesske hat in seiner Filiale in Greifswald eine Wäschefläche eröffnet. Mit Anbietern wie Triumph, Mey, Schiesser und Calvin Klein wollen sie in der Hansestadt eine Marktlücke schließen.

Birgit Jesske war seit Wochen aufgeregt. Immer wieder schickte sie Updates vom voranschreitenden Umbau. Planung und Umsetzung liefen mit Kunze-Ladenbau. Die Wäscheabteilung ist Neuland für die Händlerin, aber ein Herzensprojekt. "Damit schließen wir eine Marktlücke in Greifswald. Hier gibt es sonst nur zwei kleine Boutiquen", sagt sie. Die nächsten größeren Multilabel-Flächen befinden sich in Rostock und Schwerin. Ihr Mann Hermann Jesske ist zudem sicher, dass das neue Angebot das gesamte Haus pushen wird.

Der offizielle Start fällt auf den sehr stürmischen 21. Oktober, der die Jesskes nicht davon abhält, bis in den späten Abend gebührend zu feiern: mit Modenschau, Catering und Live-Musik. 2000 Stammkunden haben sie angeschrieben. Entgegen erster Annahmen herrscht keine 3G-Regel, sondern die üblichen Abstandsvorschriften und Maskenpflicht.

Domcenter in Greifswald: Modehaus Jesske startet mit Wäsche

Die neue Abteilung hat im ersten Obergeschoss neben Menswear und Kindermode ihren Platz. Dafür haben sich die Jesskes von ihrer Outlet-Fläche getrennt. Auf 500m² finden die Kunden nun Wäsche, Dessous, Badmode und Bademäntel sowie Loungewear von Mey, Triumph, Sloggi, Lascana, Susa, Simone Pérèle, Julimex, Passionata, Calvin Klein, Hugo Boss, Joop!, Hajo und Tommy Hilfiger. Chantelle kommt auch noch dazu.

Ergänzt wird das Sortiment um Socken und Strümpfe u.a. von Falke, Burlington und Puma. Für die Zusammenstellung des Sortimentes hat Birgit Jesske sich Flächen bei Wettbewerbern angesehen und die Daten von Katag und H+P gewälzt. Außerdem wurde sie unterstützt von der Beraterin und Einkäuferin Franka-Maria Strobel.

Die Fläche ist in dezenten Farben gestaltet, die Wände in einem zarten Lila oder Türkis, kombiniert mit Holz und messingfarbenen Warenträgern. Hingucker ist die opulente goldene Tapete, die sich u.a. im Umkleidebereich findet. Jesskes haben auch ein eigenes Dachmarkenkonzept gesetzt und rund 250.000 Euro investiert. Die großen Anbieter hätten dabei ihre Shops selbst geplant. Triumph belegt allein 80m², Mey rund 60m².

"Etwa 70 bis 80% der gesamten Fläche wird durch die großen Marken wie Triumph, Sloggi, Mey und Lascana selbst bewirtschaftet. Das erleichtert uns das neue Business mit der Wäsche sehr. Allein hätten wir die Bestückung nicht geschafft", berichtet Hermann Jesske. Zumal sich bei den kleineren Labels wie Simone Pérèle durchaus Lieferschwierigkeiten und damit Sortimentslücken bemerkbar machten.

Eine neue Mitarbeiterin wurde für die Fläche eingestellt, weitere bestehende Kolleginnen, die für das Segment brennen, geschult. Alle Anbieter hätten das Handelshaus sehr dabei unterstützt und Schulungen vor Ort oder via Zoom angeboten, und viele haben auch beim Einräumen der Fläche geholfen. Selbst dabei sei am vorigen Wochenende schon sehr viel verkauft worden, so Jesske. Was ihn optimistisch für den Erfolg in der Zukunft stimmt.

Mit Wäsche, Socken und Bademode wird das Domcenter zum Vollsortimenter. Jesskes haben bislang DOB, HAKA und Kindermode angeboten, und Familie Höppner mit ihrem gleichnamigen Filialunternehmen Schuhe auf 700m². In dem kleinen innerstädtischen Shopping-Center gibt es zudem ein Restaurant, einen Supermarkt, ein Kino und eine Tedi-Filiale.



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