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Store des Tages Frühjahr 2019

Maloja in Freiburg: Back to the Roots

In den Bergen zuhause, in der Stadt daheim. Das ist Programm beim Sports- und Streetwearlabel Maloja Clothing mit Sitz in Rimsting am Chiemsee. Vor kurzem hat Store Nummer Sieben eröffnet. Der Name: Bergblick. Die Adresse: Schwarzwaldstraße 12 in Freiburg. Franchisenehmer sind Claudia und Matthias Pfeil, beide Freiburger und passionierte Ausdauersportler.

Maloja in Freiburg: Maloja Freiburg




Eine Anlaufstelle für alle Breisgauer zu installieren, am besten in Freiburg, war ein lang gehegter Wunsch von Maloja-Gründer und Geschäftsführer Klaus Haas, der selbst im Schwarzwald aufgewachsen ist. „Es fühlt sich ein wenig so an, wie nach Hause zu kommen. Wir wissen, dass wir im Südwesten Baden-Württembergs viele Fans haben.“ Viele Menschen wählen hier das Rad als Fortbewegungsmittel, der Feldberg ist ganz in der Nähe, zu den Schweizer Alpen ist es nicht weit. Neben Funktionsbekleidung für Biker, Kletterer, Wanderer und Ski- und Outdoor-Fans werde die komplette Streetwear-Kollektion präsentiert, sagt Peter Räuber, ebenfalls Gründer und Geschäftsführer sowie kreativer Kopf von Maloja.

Die Einrichtung des 100m² großen Stores ist typisch für Maloja: Altholz-Elemente, Vintage-Möbel, Fischgrät-Parkett und eine Sitzecke mit Espressomaschine. Das Ladenkonzept für die 4,50 Meter hohen Räumlichkeiten im 1904 erbauten Jungendstil-Haus „Isola Bella“ entwickelte die Rosenheimer Innenarchitektin Susanne Stacheder. Umgesetzt hat es Toni Grasmeier von „Die Holzwerft“ in Rimsting.

Gegründet 2004 beschäftigt Maloja 40 Mitarbeiter und beliefert weltweit rund 900 Händler in 26 Ländern. 70% der Produkte werden in europäischen Betrieben produzieren, der Rest in China. Die Funktionsbekleidung wird zu einem großen Teil bei VioModa in Bulgarien gefertigt. Diese Tochtergesellschaft gibt es seit 2014, sie beschäftigt zirka 250 Mitarbeiter.

Maloja betreibt einen firmeneigenen Store in München. Neben dem neuen Franchise-Laden in Freiburg gibt es weitere Konzepte in Aschau/Chiemgau, Oberstdorf, Wiesbaden, Innsbruck und Seoul. Jeder davon erzählt seine ganz eigene Geschichte, geprägt von Menschen und räumlichen Besonderheiten:

Aschau: Vom ehemaligen Maloja-Team-Rider Stefan Kink 2008 als Online-Shop gegründet. Ende 2010 platzte das 16m² große Lager aus allen Nähten. Das daraufhin in Aschau unter dem Namen „Sportschrank“ eröffnete Geschäft mit angeschlossenem Online-Shop prägte den rustikal-entspannten Ladenbau-Stil mit Kaffeebar.

Oberstdorf: Hier befindet sich der Maloja-Store in einem der ältesten Häuser der Marktgemeinde. 1400 als Badestube erbaut, beherbergte es mal eine Gerberei, mal eine Bäckerei sowie eine Schnapsbrennerei. 2015/16 wurde das zuletzt „Schnapshisle“ genannte Gebäude denkmalschutzgerecht restaurieren, die historischen Badebecken in die Ladengestaltung integriert, das Mauerwerk teilweise freigelegt, Fenster und Dach nach historischem Vorbild erneuert. Es entstand das „Berghisle“. Die rund 90 m² große Fläche im Zentrum von Oberstdorf wird von Petra Haberstock geführt.

Wiesbaden: Jan Vienna ist gelernter Verfahrenstechniker und leidenschaftlicher Radschrauber. Andrea Vienna kommt aus dem Finanzwesen. Seit September 2017 führen sie das „Berg-Loft“ in einem Jugendstilhaus in der Wiesbadener Taunusstraße. Auf 130 m² präsentieren sie eine Auswahl aktueller Maloja-Street- und Sportswear-Styles. Hier ist der Betonboden geschliffen, die Rolläden sind handbetrieben, die Lambris original erhalten. Sitzecke, Vintage-Küche und Espressomaschiene inbegriffen.

Innsbruck: Mit „Endless Riding“-Store gibt Stefan Stütler seinem Maloja-Gefühl in Innsbruck einen Ort. Einkaufszentren, Gewerbegebiete und seelenlose Bürotempeln waren für ihn keine Option.  Fündig wurde er in der Andreas-Hofer-Straße 14. Keine 1A-Lage. Der Zustand der Räumlichkeiten inklusive Stomversorgung fraglich. Heute sorgen nicht nur die Ladenfront – komplett aus Holz und original erhalten – für Charme und Charakter. Die Espressomaschine an der bar wurde lange vor der Registrierkasse installiert.

Seoul: Der größte Maloja-Store ist im südkoreanischen n Seoul. Seit Mai 2015 führen die Brüdern Dohoon und Doyub Kim dort eine 300 m² Maloja-Fläche über zwei Ebenen im Trendviertel Gangnam. Alpen-Feeling in Asien. Man importierte Vintage-Möbel aus Europa, wählte die gleiche Wandbeschriftung wie im Münchner Flagship. Auch ein kleines Café ist integriert.

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