Store des Tages Frühjahr 2020

Facelift bei Loft Shoes in Trier

Loft Shoes
Großer Radius: Loft Shoes in Trier setzt im Schuhbereich auf eine stilistisch breitgefächerte Auswahl.
Großer Radius: Loft Shoes in Trier setzt im Schuhbereich auf eine stilistisch breitgefächerte Auswahl.

Schuh, Klamotte, Beauty. So der konzeptionelle Dreiklang von Loft Shoes in Trier seit 2014. Den Shutdown haben Geschäftsführer Alfons Endlein und Aldwin Weniger gemeinsam mit ihrem Team genutzt, um allen drei Etagen des Stores – insgesamt 384m² – ein Facelift zu verpassen.

Schuhe im Erdgeschoss

Was sich nicht geändert hat nach dem soften Umbau, in den rund 50.000 Euro gesteckt wurden und der zum Großteil in Eigenregie erfolgte: Das Erdgeschoss bleibt dem Herzstück von Loft Shoes vorbehalten, der breitgefächerten Auswahl an Schuhen, vornehmlich für Frauen. Hier wurden lediglich kleine Modifikationen vorgenommen, etwa neue Regalelemente und Tische. Das Stilelement, das sich durch das ganze Haus zieht: silberfarbene Heizungsrohre, die gemeinsam mit gläsernen Regalböden so verbaut wurden, dass sie eine flexible Inszenierung von Schuhen und Taschen erlauben. Und von Accessoires, die an fast jeder Stelle das Sortiment aufmischen: etwa die Pflanzenterrarien von Green Factory (ab 70 Euro), die Gürtel von AGL (120 Euro), vor Ort auf jede Länge kürzbar, die stylischen Feuerlöscher von Safe-T (ab 69 Euro), Interior-Artikel von House Doctor.

Bei der Zusammenstellung ihres Schuhsortiments erlauben sich die Macher eine extreme Spreizung. Da haben die Sandalen aus Metallic-Leder von Pedro Garcìa genauso ihre Berechtigung wie die puristischen Sneaker von AGL, übrigens beides Top-Perfomer bei Loft Shoes. Daneben: Blockheel-Sandalen von Kate Maconie, Klassiker von Unisa, Pumps von Högl, Mules von Kennel & Schmenger, Slides von Ugg, Chelseas von Homers, Sneaker von Premiata, auch für Männer, und immer wieder Brands mit ordentlich Charakter. Etwa Chie Mihara, Vic Matié, United Nude. Demnächst kommen zudem Gadea und Lodi zurück ins Sortiment. „Aber nur die Highlights.“ Auch Papucei hat das Duo für Herbst/Winter geordert. Solche Highlights – zum Teil nur vier oder fünf starke Modelle aus einer Kollektion – sind für Endlein und Weniger essenziell, um sie als „Kapseln“ unter das Sortiment zu mischen und sich so abzugrenzen von den anderen Schuhdestinationen Triers wie Leiser by Hoffmann und Daniela Schuhe auf der Brotstraße oder Prange auf der Simeonstraße.

„Wichtig ist es uns dabei, die komplette Familie mitzunehmen“, betont Alfons Endlein, „mit der Ugg-Sandale die Tochter zu bedienen, mit dem AGL-Sneaker die Mutter.“ Und auch für die Männer gibt es ausgesuchte Picks. Wie die Sneaker von Premiata. „Das  funktioniert super.“ Männern soll in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit zuteil werden. Man ist im Begriff, angrenzende Räumlichkeiten anzumieten. Hier könnte dann, auf einer Verkaufsfläche von zusätzlichen 120m², eine ganze Menswear-Welt entstehen. Auch ein Café ist in Planung. Für den Moment aber muss es für die Männer eine Sortimentserweiterung tun: Im Herbst kommen A.S.98 dazu sowie Dr. Martens. „Hier kriegen wir auch die Design-Kollaborationen, weil wir bei Dr. Martens in der ersten Kategorie gelistet sind, auch für Männer“, betont Aldwin Weniger. „Wir brauchen die Fashion-Modelle. Du kannst nicht überleben, wenn du vergleichbar bist.“

Bislang scheint die Rechnung aufzugehen. Endlein und Weniger sprechen von einem Einzugsgebiet, das sich bis nach Köln, Düsseldorf und auch in das angrenzende Luxemburg erstreckt. Von dort aus nehmen einige Kunden den Weg nach Trier zwei, drei Mal im Jahr in Kauf, um vor Ort zu shoppen und sich von ihrer Lieblingsverkäuferin oder ihrem Lieblingsverkäufer bei Prosecco und Espresso in Ruhe beraten zu lassen. Zwischendurch bekommen sie auf Wunsch auch Auswahlpakete mit bis zu zehn Teilen zugeschickt. Mit marginaler Retourenquote. Denn in einer akribisch geführten Kartei ist vermerkt, welche Marke die Kundin in welcher Größe trägt.

Von diesen Top-Kundinnen gibt es aktuell etwa zwei Handvoll. Einige wenige stehen für einen Jahresumsatz von 6000 bis 7000 Euro. Insgesamt aber sind mittlerweile über 3000 Namen in der Kundenkartei gelistet. Einmal pro Saison geht ein Mailing an sie raus, wobei das Newsletter-Konzept derzeit noch verfeinert wird. Darüber hinaus haben Endlein und Weniger das WhatsApp-Business im Visier. „Um besser und unmittelbarer mit den Kundinnen interagieren zu können“, sagen sie. Auch an einem Webshop arbeiten sie unter Hochdruck, er soll in der zweiten Jahreshälfte ans Netz gehen. Sortiments-Highlights könnten in Zukunft zusätzlich über die Instagram-Shop-Funktion verkauft werden.


Aufgefrischt: Loft Shoes in Trier

Bekleidung im ersten Obergeschoss

Während man im Schuhsortiment in der Spitze mit AGL, Pedro Garcìa und Ugg bis VKs von gut 300 Euro geht, bleibt man im ersten Obergeschoss, bei der Bekleidung, preislich bewusst kommerzieller. Der Schuh solle der Protagonist des Shoppens bleiben, so das Credo. Zugleich ist es wie im EG Ziel, nicht nur erwachsene Frauen, „die auf sich achten“, abzuholen. Sondern zugleich deren Töchter. Endlein: „Wir wollen den Generationswechsel schon jetzt einleiten. Gerade die jungen Kundinnen wissen durch ihre Online-Affinität zum Teil gar nicht mehr, was Service vor Ort bedeuten kann.“

Wichtigster Player im ersten OG ist Yaya, wo die Preisrange von 65 Euro für eine Bluse bis 120 Euro für eine Jacke reicht. Daneben: die Blusen, Regenjacken, Kleider von Ilse Jacobsen zwischen 75, 120 und 200 Euro, der Ugg-Sweater für 59 Euro, die Denims von Goldgarn, 120 bis 150 Euro. Auf der Wunschliste stehen weitere Namen: Cambio, Raffaello Rossi, Essentiel Antwerp.

Bis März wurde die Etage von der Einzelhändlerin Marita Lentes betrieben. Sie konzentriert sich jetzt auf ihren Store Mar.Len, den sie ebenfalls in der Trierer City führt. Seit wenigen Wochen bespielt das Loft-Team das freigewordene Geschoss also in Eigenregie. Mitten in der Saison musste Ware her für die Fläche. Bei den genannten Marken kein Problem, insbesondere bei Yaya kommen die beiden Geschäftsführer ins Schwärmen. „Die sind unheimlich flexibel, haben ein hervorragendes Lager, bieten gute Konditionen. Etwa eine Kalkulation von 2,7. Ware, die nicht läuft, wird zurückgenommen, Nachbestellungen werden rasant geliefert, zudem wird super Social Media-Material zur Verfügung gestellt.“

Im Zuge des Wechsels wurde das Stockwerk noch einmal stärker dem Look des EG angeglichen. Auch hier dominieren die ringsum laufenden Stahlrohre den Raum. Diverse Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein, zwei geräumige Kabinen mit sandfarbenen, deckenhohen Vorhängen zum ausgiebigem Probieren. Hinter dem ausladenden Spiegel, der sich vor den Umkleiden ebenfalls deckenhoch erstreckt: eine Textiltapete, die der Saison entsprechend angepasst wird. Unterstützt hat die Umgestaltung des Stores der Trierer Raumausstatter Ingo Peifer.

Friseur im zweiten Obergeschoss

Noch eine Etage höher, im zweiten Obergeschoss, dann eine ganz andere Welt: der Beauty-Salon von Loft Shoes. Auch ihn bespielt das Unternehmen selbst, vier Plätze wurden an vier unterschiedliche Friseure vermietet, die alle auch mit anderen Produkten arbeiten. „Zum Friseur gehen Frauen immer, das bringt Frequenz“, ist Alfons Endlein überzeugt.




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