Store des Tages Frühjahr 2020

Legero United: Neuer Campus, größter Shoemaker-Store

Umdasch
 Das Shoemaker Outlet auf dem Campus ist der größte Store der Gruppe.
Das Shoemaker Outlet auf dem Campus ist der größte Store der Gruppe.

Die Legero United-Gruppe hat zu Jahresbeginn ihren neuen Campus in Feldkirchen bei Graz in Betrieb genommen. 350 Mitarbeiter sind in die ringförmigen Gebäude gezogen, das kleinere der beiden beherbergt zudem den größten Store des österreichischen Schuhanbieters.

Dieser hat vor kurzem auf 1200m² seine Türen geöffnet. Das "Shoemakers Outlet" bündelt auf einer Fläche die Marken der Gruppe: Legero, Superfit, Vios und Think!. Dazu kommt eine Fläche von Lloyd sowie Shops von ausgewählten Partnern wie Puma.

Die runden Formen der Gebäude, entworfen von den Architekten Dietrich | Untertrifaller, werden auch im Store-Konzept des Ladengestaltungsunternehmens Umdasch immer wieder aufgegriffen. „Um ein stimmiges Material- und Farbkonzept zu erzielen, war es besonders wichtig, dass die architektonischen Grundprinzipien des neuen Campus – nachhaltige Qualität und Materialien – sich im Look & Feel der Outletfläche wiederfinden. Holz, als nachwachsender Rohstoff, zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Gebäudekomplex, daher haben wir es auch im Ladenkonzept aufgegriffen, erklärt Bettina Wieser, die zuständige Shop-Designerin von Umdasch The Store Makers.

Mittelraummöbel und Wandlamellen sind aus Eiche. Kombiniert mit Sichtbeton und der Farbe Weiß, die  Ruhepol zu den einzelnen CI-Farben der Marken sein soll. Unterstrichen werde die Natürlichkeit durch Grünpflanzen, die am Boden, von der Decke herab oder auf den Regalen zum Einsatz kommen.

Für jede Marken wurde ein passendes Look & Feel im Ladenbau kreiert, um den Kunden eine klare Orientierung zu bieten. Transparente Trennwände grenzen die jeweiligen Segmente und Probierbereiche ab. Verschiedene eigens kreierte Tableaus ermöglichen eine modulare Präsentation der Kollektionen sowie der darauf abgestimmten Accessoires wie Taschen, Hüte und Schals. Darüber hinaus erwartet die Kunden Kaffee von der Grazer Kaffeehauskette Martin Auer sowie ein Indoor-Spielplatz für die Kids.

Digital trifft real

Besonderen Wert habe Legero United auf die Vernetzung der digitalen und realen Welt gelegt, teilt Umdasch weiter mit. Daher wurden unterschiedliche Technologien auf der Fläche für ein ganzheitliches Einkaufserlebnis integriert, u.a. drei touchfähige Pricechecker, die dem Kunden eine Preisabfrage mittels EAN-Code ermöglichen. Zudem sind die Schuhregale im Mittelraum mit elektronischen Preisschildern versehen.

Für mehr Interaktion mit dem Kunden soll die „Lift & Learn-Technologie” sorgen: Wird ein Schuh angehoben, erscheinen weitere Infos auf dem Screen im Hintergrund. Ein RFID-Tag auf dem jeweiligen Modell sorgt dafür, dass man bereits vor der Anprobe weitere Inspirationen in Form von Bildern oder Videos erhält. Die „Artistic Videowall”  hinter dem Service-Counter zeigt Animationen, Werbebotschaften und anderen Content.

Store des Tages Frühjahr 2020: Legero United eröffnet größtes Outlet auf neuem Campus

Legero United und der Campus

Legero wurde 1872 gegründet und befindet sich mehrheitlich im Besitz der Familie Stolitzka. CEO ist Stefan Stolitzka. Zu 49,9% ist die Ara AG, zu der auch Lloyd gehört, beteiligt. Das Unternehmen hat 1300 Mitarbeiter und verfügt über eigene Produktionsstätten in Ungarn, Rumänien und Indien. Im Jahr 2018 setzte die Gruppe nach eigenen Angaben 190 Mio. Euro um und verkaufte knapp sechs Millionen Paar Schuhe. Dabei spielt eigener Retail kaum eine Rolle. Es gibt lediglich fünf Outlets und Online-Shops für alle Marken. Die 25 Monomarken-Stores von Think! werden von Handelspartnern geführt.

Seit etwa anderthalb Jahren tritt das Unternehmen mit der neuen Dachmarke „Legero United – The Shoemakers” auf. In den neuen Campus in Feldkirchen wurden 30 Mio. Euro investiert. Bis zu 550 Mitarbeiter können dort tätig sein.

Den Architekten Dietrich | Untertrifaller war besonders wichtig, dass sich jeder Einzelne dort wohlfühlt. Substantielle Nachhaltigkeit sei beim Bau ein zentrales Anliegen gewesen, mit ausgefeilter Haustechnik, Brunnenwassernutzung, Geothermieanlage und der Verwendung von hochwertigen und nachhaltigen Baustoffen. Holz als Baumaterial zieht sich durch den gesamten Campus – von der Konstruktion über die Oberflächen bis hin zu den Fenstern.

Die Gesamtfläche der Liegenschaft beträgt 26.100m², die Gesamtnutzfläche 8500m², davon 7.100m² Bürogebäude samt Entwicklungsfertigung und Betriebsrestaurant.





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