Store des Tages Frühjahr 2020

Suits in Kiel: Zurück zu den Wurzeln

Suits

Die Wände sind in dunklem Anthrazit gehalten, im Kontrast dazu stehen die hellgrau gestrichenen Regale und der helle Parkettboden. Ein Tischkicker und die gemütlich aussehenden Clubsessel in braunem abgewetztem Leder laden zum Verweilen ein.

Tilo Eggemann hat im ersten Stock des Kieler Shopping-Centers Citti Park auf knapp 100m² seinen ganz eigenen Gentlemens Club kreiert. Dort wo früher einer seiner Marc O’Polo-Franchise-Stores war, ziert jetzt das Logo „Suits modern menswear“ in goldenen Lettern und mit einer Art Bowler Hat gekrönt den Eingang.


Store des Tages Frühjahr 2020: Suits in Kiel

Ladeneinrichtung und Logo transportieren das Konzept von Eggemann perfekt. „Suits ist ein moderner Männer Business-Store“, sagt er. „Mit unserem Angebot wollen wir hier in Kiel eine Lücke schließen.“ Bewusst überwiegt bei Suits der Business-Mode-Anteil.

Anzüge von Digel, Digel Moves und Strellson. Hemden und Strick von Olymp, Shirts von Lindbergh Copenhagen, Strick von Maerz Muenchen, Hüte von Stetson, Schuhe von Digel. „Unser Sortiment ist konfektionslastig“, sagt Eggemann und beziffert den Sortimentsanteil auf rund 60%. In Kiel, aber auch generell in Deutschland, gebe es viel zu wenige Multilabel-Läden für moderne Business-Männer. „In vielen anderen Ländern gibt es da viel mehr interessante Konzepte. Der deutsche Mann hat auch das Recht auf einen solchen Laden“, sagt er.

Mit dem Konzept kehrt Eggemann auch zu den Wurzeln seines Unternehmens zurück, das 1896 als Herren-Konfektionshaus Wilhelm Meyer in Kiel startete. 1936 wurde das Unternehmen von Jens Petersen übernommen, 1981 kaufte dann Tilo Eggemanns Vater Herbert das Modehaus. Seit 2008 ist Tilo Eggemann am Steuer und sattelte aufs Franchise-Geschäft um. Mittlerweile betreibt er insgesamt zwölf Franchise-Stores von Tommy Hilfiger, Marc O’Polo, Street One und Napapijri.

Mit Suits hat er jetzt seinen 13. Store eröffnet. Und sieht die Zahl als gutes Omen. Auch wenn der Start durch Corona alles andere als einfach verläuft. „Nach dem Shutdown haben wir jetzt den Casual-Anteil etwas erhöht, weil uns durch die ganzen ausgefallenen Anlässe die Nachfrage nach Businessmode erst einmal weggebrochen ist“, sagt Eggemann. Für 2021 ist er aber optimistisch: „Wir rechnen damit, dass dann wieder mehr Konfektion nachgefragt wird.“

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