Store des Tages Frühjahr 2021

Benesch investiert in Augsburg in die Zukunft

Benesch
Stilmittel Asymmetrie. Im neuen Benesch Store in Augsburg dominieren klare Linien und kühle Farben.
Stilmittel Asymmetrie. Im neuen Benesch Store in Augsburg dominieren klare Linien und kühle Farben.

"Es ist eine Investition in die Zukunft", sagt Rosemarie Benesch, die seit 45 Jahren mit Herzblut und Leidenschaft ihre Geschäfte in Augsburg und Landsberg betreibt. Jetzt hat sie mit Blick auf ihren Enkel Daniel Gerstmeier, der als dritte Generation das Unternehmen in die Zukunft führen soll, in Augsburg einen neuen Store eröffnet.

Auf 900m² und in Toplage mitten in der Augsburger Fußgängerzone ist die neue Benesch-Location in eine ehemalige Esprit-Filiale umgezogen. Zuvor hatte man lediglich 180m² Verkaufsfläche in einer Nebenlage der bayerischen Kaufmannsstadt. Auf der neuen deutlich größeren Fläche will man dem hochwertigen Luxus-Sortiment mehr repräsentativen Raum geben. So können Designerlinien von Valentino, Celine, Versace, Balmain und Balenciaga, die man teilweise jetzt wieder im Sortiment aufgenommen hat, mit deutlich mehr Großzügigkeit dargestellt werden. "Die Designer werden immer anspruchsvoller, was die Präsentation ihrer Kollektionen angeht. Dem tragen wir damit auch Rechnung", erklärt Rosemarie Benesch.

Store des Tages Frühjahr 2021: Benesch in Augsburg

Die Inspiration für Interior und Gestaltung haben sich Benesch und ihr Enkel entsprechend bei internationalen Luxus-Stores von Designhäusern wie Celine und Saint Laurent geholt. Sehr modern, clean und zeitgemäß präsentiert sich damit der neue Benesch-Store. Die HAKA im Erdgeschoss ist in Schwarz gehalten mit mattschwarzen Warenträgern und schwarzer Marmor-Verkleidung. Die DOB im ersten Obergeschoss setzt ganz auf Weiß und Helligkeit mit weißem Marmor und hochglanzpoliertem Edelstahl für die Warenträger. Ohnehin sind Stein, Glas und Metall die vorherrschenden Materialien.

Besondere Eycatcher sind auch die Warenträger und Podeste. Alle sind hängend angebracht und jeweils beleuchtet, wodurch sich eine angenehme, indirekte Beleuchtung im Store ergibt. Vorherrschendes architektonisches Stilmittel ist darüber hinaus eine gewisse Asymmetrie, die den Raum und die Warenträger bestimmt. Nicht zuletzt dadurch wird die moderne Optik unterstrichen.

Die Gestaltung wurde gemeinsam mit dem Augsburger Architekten Davide Conti realisiert. Die Investitionen betrugen 2 Mio. Euro. Ein mutiger Schritt in Zeiten wie diesen. "Aber mit Blick auf die Zukunft unumgänglich", sagt Benesch. Trotz mehr oder weniger durchgängigem Lockdown seit der stillen Eröffnung im Herbst blickt die Händlerin positiv in die Zukunft: "Die zwei Wochen, die wir jetzt offen hatten, waren sehr gut. Wir hatten eine super Stimmung im Laden. Das zeigt uns, dass die Kunden zurückkommen, sobald es möglich ist."

Bis dahin fangen die Augsburger Umsatzausfälle des stationären Geschäfts vor allem über eine starke Präsenz bei Farfetch auf. "Farfetch ist mittlerweile ein wichtiges Business für uns, das in Zeiten des Lockdown nochmal stark gewachsen ist", sagt Daniel Gerstmeier, der seit fünf Jahren im Unternehmen ist. "Und die Zeiten werden auch wieder besser", wie er in Hinblick auf die neue Location betont.

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