Store des Tages Frühjahr 2021

Marc O'Polo startet mit neuem Store-Konzept in München

Marc O'Polo
Geradlinig und großzügig: das neue Store-Konzept von Marc O'Polo
Geradlinig und großzügig: das neue Store-Konzept von Marc O'Polo

Mehr als nur ein neuer Anstrich: Mit dem Konzept The Scandinavian Studio, das Marc O’Polo jetzt in den Münchener Pasing Arcaden lanciert hat, wollen die Stephanskirchener die Modern Casual Brand strategisch weiterentwickeln und ihre Position im globalen Premiumsegment unterstreichen. Der nationale und internationale Roll-out ist bereits in vollem Gange.

Großzügig und bewusst geradlinig. So beschreibt Marc O’Polo das neue Store-Konzept, das mit den langjährigen Partnern und Ladenbauexperten Knoblauch in den Münchener Pasing Arcaden umgesetzt wurde. Für das Design wurde ein internationaler Pitch durchgeführt, bei dem sich die Brand & Retail-Beratung Fitch mit Hauptsitz in London durchsetzen konnte.

Store des Tages Frühjahr 2021: Marc O'Polo in München

Ziel sei es gewesen, auf den 180m² die Werte Simplizität, Natürlichkeit, Innovation, Zeitlosigkeit und – gemäß den Wurzeln des Labels – skandinavisches Design zu transportieren und damit die Modernität der Marke zu unterstreichen. Die großzügige Gestaltung und das wertige Interieur sollen zudem einem luxuriösen Anspruch gerecht werden. Die Innovation äußert sich beispielsweise in großformatigen LED-Screens, den sogenannten Heropanels, die das Drucken und Verschicken von saisonalen Kampagnenmotiven überflüssig machen. Während sich die Screens auf der Vorderseite befinden und – aus dem Headquarter in Stephanskirchen ansteuerbar – großflächig Kampagnen, Kapseln und Ähnliches zeigen, dienen die Rückseiten als smarte Warenträger. Die digitale Infrastruktur inklusive der LED-Screens wurde von 4Dmagic, einem Fulfillment-Dienstleister für digitale Ladenkonzepte, entwickelt und implementiert.

Charakteristisch für das skandinavische Design sind reduzierte Formen und Farben, die die Produkte zu Protagonisten werden lassen. Dementsprechend dominiert Offwhite, das charakteristische Marc O’Polo-Grau setzt in Form von Kuben unter den Tischen und Teppichen Akzente. Bei den Umkleidekabinen schafft es Wiedererkennungswert. Modernität soll über schwarze Elemente kommen, etwa bei den pulverbeschichteten Racks, Monitor Frames und Leuchten aus Stahl sowie den Stühlen und dem Hospitalitytisch, der gleichzeitig als Coffee- und Kassentisch dient. Hier gibt es neben Kaffee skandinavische Zimtschnecken auf Geschirr von Marc O’Polo Home.

Helle Hölzer strahlen Natürlichkeit und Wärme aus. Die Tische und die Rückseite der Heropanels sind aus Edelkastanie gefertigt, für Parkett, Podeste und Warenträger kam geweißte Eiche zum Einsatz. Die Verantwortlichen haben sich dabei nicht nur auf natürlich wachsende Rohstoffe konzentriert, sondern auch auf regionale Materialien und Fertigung. Zugekaufte Möbel stammen laut Marc O'Polo aus nachhaltiger, europäischer Herstellung, darunter die Loungesessel von Takt. Ein Highlight in puncto Nachhaltigkeit ist auch die Schaufensterrückwand, die im Inneren des Ladens als Präsentationsfläche für ausgewählte Produkte dient. Sie besteht auf recyceltem Material mit Kalksteinoptik in Offwhite. „Luxuriöse Leichtigkeit“, wie es aus dem Unternehmen heißt, vermitteln Regale mit grau getöntem Glas. Insgesamt ist der Ladenbau also clean und hell, an einigen Stellen werden gezielt platzierte Pflanzen zum Blickfang.

Der Blick von außen in den Store ist offen, in den Schaufenstern stehen Vollfiguren. Die langen, geradlinigen Tische zur Warenpräsentation im Zentrum des Ladens fügen sich perfekt in die Form des Raumes ein, gleiches gilt für die 1,80 Meter hohen Kleiderstangen an den Wänden. Sowohl an den Racks als auch auf den Tischen und Tableaus wird die Kollektion konsequent in 3er Hängung präsentiert, damit der großzügige Eindruck erhalten bleibt. Schuhe und Accessoires werden auf dezenten Präsentern so angeordnet, dass sie jeweils zum gezeigten Look passen. Daneben gibt es aber auch Möbel, die die Kompetenz Marc O’Polos in bestimmten Segmenten unterstreichen sollen, etwa einen Denim Table für Frauen und Männer sowie Warenträger für Body-, Leg- und Eyewear.

Um bei der Anordnung flexibel zu bleiben, können Spiegel, variable Warenträger und Regale individuell konfiguriert werden. Die Spiegel brechen zudem mit ihren abgerundeten Ecken die Geradlinigkeit der anderen Elemente ein wenig auf. Auch die LED-Leuchten grenzen sich durch ihre organischen und runden Formen vom Rest ab.

Es handelt sich zwar um den ersten Laden, der nach dem neuen Konzept The Scandinavian Studio gestaltet wurde. Die erste Musterfläche wurde jedoch schon Ende vergangenen Jahres bei Breuninger in Stuttgart eröffnet. Denn das Konzept, das jenes aus dem Jahr 2011 ablöst, ist sowohl für neue Stores als auch für Shop-in-Shops entwickelt worden. Ausgewählte bestehende Läden und Shop-in-Shops in Deutschland und anderen Märkten werden umgebaut. Für letztere gibt es ergänzende Möbel und Elemente wie eine neue Backwall im typischen Marc O’Polo-Grau und ein Modul zur Präsentation von Looks.

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