Store des Tages Frühjahr 2021

Kleidung statt Kunst bei She designed September

Bekleidung von skandinavischen Marken und lokalen Labels, dazu Kosmetik, Schmuck und Home-Accessoires – das gibt es seit kurzem in der Rethelstraße 139 in Düsseldorf zu kaufen. In den Räumlichkeiten einer ehemaligen Kunstgalerie haben dort die beiden Freundinnen Sarah Foitzik und Katrin Neuenhaus das Geschäft „She designed September“ eröffnet.

Zusammen einen Laden aufmachen, dieser Wunsch kam den beiden Anfang des letzten Jahres in den Sinn. Sarah Foitzik hat eine eigene kleine Modeagentur und hat dort einige Labels, die Katrin Neuenhaus in ihrem vor rund zwei Jahren eröffneten Store „She designed“ in Bensberg/Bergisch Gladbach führt. Foitzik macht zudem regelmäßig das Merchandising für den Bensberger Laden.

Im Mai 2020 dann die Entscheidung, im September 2020 wird der Mietvertrag unterschrieben. Ob das die richtige Zeit ist, um einen Laden zu eröffnen, diese Frage stellen sich die beiden erst gar nicht. „Wir haben uns davon null entmutigen lassen. Auch in dieser vermeintlich schwierigen Zeit hat sich uns nichts in den Weg gestellt. Bei der Bank zur Finanzierung, mit der Vermieterin, beim Ladenbau und der Order lief alles wunderbar glatt“, berichtet Foitzik.

Store des Tages Frühjahr 2021: She designed September

Ihr Sortiment, das sich laut Aussage Foitziks an Damen jeden Alters richtet, reicht von Labels wie Copenhagen Studios, Drykorn (ab Juli), Moss Copenhagen, Soft Rebels, Soaked, Nümph, Aigner, Seidenfelt und Espadrij bis hin zu Labels aus der Region wie Lola Clothing, Potteryhontas, Hannimoon Jewellery, Mijelle Jewellery und bald neu Sourire Worldwide. Der 100m² große Store war 30 Jahre lang eine Kunstgalerie. Für das Ladendesign ist Pascal Klein mit seiner Interior-Agentur Wuud verantwortlich.

Zentraler Treffpunkt des kleinen Stores ist die Bar in der Mitte, in der in Zukunft Kunden mit einem Glas Prosecco oder einer Tasse Kaffee beglückt werden sollen. Filigrane schwarze Warenträger treffen auf einen gemütlichen Holzfußboden. Viele Grünpflanzen schaffen eine wohnliche Atmosphäre.

Nach nur wenigen offenen Tagen im Dezember hat der Laden ab dem 8. März wieder geöffnet. Und die Kunden kommen. „Wir haben nie Werbung gemacht, waren aber auch während des Lockdowns immer im Laden. Das Licht war an und wir haben hier und da einen Plausch mit vorbeilaufenden Passanten gehalten. Das hat sich ausgezahlt“, erzählt Foitzik. „Gott sei Dank durften wir nur begrenzt Kunden in den Laden lassen, sonst hätten wir wahrscheinlich gar keine Ware mehr.“ Einen eigenen Onlineshop, Insta-Shopping oder sonstiges haben die beiden bisher nicht geplant. Lediglich eine Telefonnummer hängt im Schaufenster. Aber auch die wird, glaubt man Foitzik, von den neuen Kundinnen bereits genutzt.   

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