Store des Tages Frühjahr 2022

Storl en Vogue mit neuem Flair

Storl en Vogue

"Ein Store auf Weltklasseniveau", so beschreibt Cornelia Scheibe, Inhaberin des Modehauses Storl en Vogue, das Ziel für den Umbau ihres Burgstädter Ladens. Inspirationen sammelte sie auf einer Reise in Paris. Nun, nach zwei Jahren Verzögerung, konnte sie ihr Umbau-Vorhaben endlich in die Tat umsetzen.

Scheibe gründete das Modehaus im sächsischen Burgstädt 1992 in dem ehemaligen Wohnhaus ihrer Großmutter. 2003 wurde die Fläche erstmals umgebaut und von 65 auf etwa 130m² erweitert. Nun, im Jahr ihres 30-jährigen Jubiläums, ist die Inhaberin den nächsten Schritt gegangen: Der Laden wurde für zwei Monate geschlossen und vollständig modernisiert, zudem ein Durchbruch zum Nebengebäude realisiert. Die Räumlichkeiten wurden dabei vollständig entkernt und die Fläche auf etwa 200m² vergrößert. Die Wiedereröffnung feierte Storl en Vogue am 10. März.


Dank des Durchbruchs hat sich vor allem der Eingangsbereich des Ladens, dessen Umgestaltung von Knoblauch Ladenbau geplant wurde, vergrößert. Die Idee: "Wir wollen hier Inspiration schaffen und Trends auf einer Image-Fläche darstellen", so die Inhaberin. Präsentiert werden hier Labels wie Herrlicher und Street One. Die Atmosphäre soll dank Elementen wie einer italienischen Tapete mit floralem Dessin oder Vorhängen an ein Wohnzimmer erinnern. Blickfang ist ein restaurierter Schrank, der noch aus der DDR-Zeit stammt, und den das Team von einer älteren Dame aus dem Ort übernehmen konnte.

Store des Tages Frühjahr 2022: Storl en Vogue in Burgstädt


Die restliche Fläche ist deutlich cleaner und moderner gehalten, verbindendes Glied ist die Tapete, die sich beispielsweise in den Kabinen wiederfindet. Die früher dunklen Böden wurden durch helleres Holz ersetzt, wodurch die Räumlichkeiten heller und großzügiger wirken. Und auch vor der Fassade wurde bei der Modernisierung kein Halt gemacht, der Putz abgeschlagen und eine neue Schaufensteranlage installiert. Dank all dieser Veränderungen im Store-Design, aber auch durch Ergänzungen im Sortiment will das Team rund um Frau Scheibe künftig auch eine jüngere Zielgruppe ansprechen.

Storl en Vogue bietet Damen- und Herrenmode an. Nach der Erweiterung des Stores wurde sowohl den bestehenden Partnern wie Marc O'Polo, Comma, Betty Barclay, Brax, FTC Cashmere, Boss, Alberto, Benvenuto und Club of Gents mehr Raum gegeben als auch neue Labels in das Sortiment aufgenommen, darunter Liebeskind Berlin, Juvia und PME Legend. Um den Marken-Mix abzurunden, hat Scheibe zudem Labels wie beispielsweise Veja und Autry auf der Wunschliste – auch für das eigene, im März 2020 ebenfalls in Burgstädt eröffnete Schuhhaus. "Viele dieser Anbieter haben aber aktuell einen Neukunden-Stopp."

Geplant war der Umbau seit 2019, wurde in den vergangenen zwei Jahren jedoch aufgrund der Pandemie immer wieder verschoben. "Nun wollten und mussten wir ihn aber realisieren", berichtet Scheibe. Nicht nur, weil der Durchbruch zum Nachbargebäude – eine angemietete Fläche – bereits vollzogen war und der dadurch entstandene Staub langsam zum Problem wurde. Sondern auch, weil die Förderungsbewilligung der Sächsischen Aufbaubank, die regionales Wachstum und Projekte zur Modernisierung bezuschusst, sonst ausgelaufen wäre. "Dass gerade der Januar und Februar keine guten Monate im Einzelhandel waren, war purer Zufall. Aber so konnten wir die Zeit natürlich gewinnbringend nutzen", sagt Scheibe zu dem genauen Zeitpunkt des Umbaus.

Gefeiert wurde die Wiedereröffnung im kleinen Kreis, geladen waren neben den Stammkunden auch einige der beschäftigten Handwerker. Neben einigen Ansprachen, Live-Musik und einem Buffet wurde auch ein modisches Rahmenprogramm geboten: Zwei Models präsentierten die neuen Looks der Saison.

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