Store des Tages Herbst 2020

Spots an bei Jost in Frankenthal

Oktalite Lichttechnik
Modehaus Jost investierte 1,4 Millionen Euro in den Standort Frankenthal.
Modehaus Jost investierte 1,4 Millionen Euro in den Standort Frankenthal.

Während des Shutdowns im Frühjahr fiel beim Modehaus Jost ganz bewusst die Entscheidung, das Haus in Frankenthal umzubauen. Die Hälfte der 4200m² großen Fläche wurde neu strukturiert sowie licht- und klimatechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Eine Investition, die sich das Unternehmen 1,4 Mio. Euro kosten ließ, von der es sich aber auch deutliche Einsparungen in der Zukunft erwartet.

"Wir rechnen mit 30 bis 35% weniger Energiebedarf durch die neuen Technologien", sagt Inhaber und Geschäftsführer Steffen Jost. Eine Einschätzung, die auch auf den Erfahrungen in seinen anderen vier Häusern beruht.


Peu à peu hat er in den vergangenen Jahren seine Häuser klima- und lichttechnisch umgerüstet, die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt. Mit positivem Effekt. Durch die LED-Leuchten verringere sich nicht nur die Wattage installierten Lichts, sondern auch die Abwärme der Leuchten und die Strahlungswärme in den Raum. In Kombination mit einer Überarbeitung der Klimaanlage durch die Optimierung der Luftkanäle und Auslässe und der digitalen Gebäudeleittechnik spare das deutlich Energie.

Store des Tages Herbst 2020: Modehaus Jost in Frankenthal


Dass als Nächstes das Haus in Frankenthal dran sein würde, war Jost und seinem Team schon lange klar. Vor acht Jahren wurde die Fläche durch die Erweiterung um eine nebenan liegende Fläche auf 4200m² verdoppelt. Während im Zuge der Erweiterung vor Jahren die hinzugewonnene Fläche neu aufgestellt werden musste, blieb die bestehende Fläche (2000m²) erst einmal unangetastet.

Neben neuen Verkaufsraumdecken, neuer Beleuchtung und der Überarbeitung der Klimatechnik (Licht: Oktalite) wurde die Fläche auch optisch neu erschlossen und gestaltet (Gestaltung: Blocher Partners). "Alle fünf Häuser haben jetzt ein einheitliches Gestaltungskonzept."

Im UG befindet sich nun die Männermode und im EG die Damenmode. "Wir haben die Business- und die sportiven Sortimente in der HAKA gebündelt. Wir kuratieren die Flächen stärker." Vor diesem Hintergrund sank auch die Zahl der Shops deutlich.


"Die kuratierten Flächen sind für die Kunden interessanter. Für die Shop-in-Shops brauchten wir zu viel Fläche, weniger Shops bedeuten hier eine bessere Warenpräsentation." Trotz der Businessmode-Krise  durch die Corona-Krise sei die Anzugabteilung nicht verkleinert worden. "Das ist und bleibt für uns ein wichtiges Standbein", sagt Jost.


Neben der neuen Optik hat sich auch das Sortiment im Herrenbereich durch den Umbau verändert. Neben Schuhen von Lloyd, Adidas, Ellesse wurde das Sortiment mit neuen Marken wie Levi's und Tommy Hilfiger Jeans, Scotch&Soda und Lindbergh verjüngt. Das gelte auch für die KOB  (400m² Fläche) sowie die DOB, so Jost.


Nur knapp vier Wochen nach der Eröffnung kam der Lockdown Light. Dennoch: "Ich würde nochmal so entscheiden", sagt Jost. "Als wir den Umbau mitten im Shutdown beschlossen haben, gab es natürlich auch in der Geschäftsführung intensive Diskussionen. Aber ich bin froh, dass wir uns jetzt doch dazu entschlossen haben. Das Ergebnis zeigt, es war richtig und wichtig."

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