Store des Tages Herbst 2021

Kleiderei in Amstetten: Mehr Platz zum Entdecken und Verweilen

Kleiderei

"Wir verwöhnen unsere Kunden", dieser Satz ist bezeichnend dafür, wie Bettina Windisch, Geschäftsführerin der Kleiderei, ihre Geschäfte führt. Sechs sind es insgesamt, 100 bis 500m² groß. Alle gelegen in Österreich. Genauer gesagt im Mostviertel, gut 120 Kilometer von der Landeshauptstadt Wien entfernt.

Ursprünglich gehörten zum 1996 von Windischs Vater Gottfried Kogler gegründeten Unternehmen in erster Linie Monolabel-Stores von Street One, Cecil und Tom Tailor. Nach und nach erfolgte in den vergangenen Jahren dann die Umstellung auf Multilabel-Geschäft. "Monolabel-Stores als Betreiber für unsere Lieferanten kamen nicht mehr infrage. Diese waren zwischenzeitlich mit ihrem Retail und Online-Stores zum stärksten Mitbewerber geworden", sagt Windisch. Schnell wurde für sie klar, dass sie den Kunden mehr bieten möchte als Mode, und sie erweiterte das Sortiment um Wohnaccessoires, Bücher und Schuhe. Die Idee für die Kleiderei-Concept Stores war geboren, 2018 wurde das Einzelunternehmen Gottfried Kogler zur Kleiderei GmbH mit Bettina Windisch als Geschäftsführerin. Leitmotiv sei immer: Der Kunde soll sich Wohlfühlen und gerne Verweilen.      

Store des Tages Herbst 2021: Kleiderei in Amstetten


Dieses Credo hat die 42-Jährige, die nach einigen Jahren in der Hotellerie bereits 2003 ins elterliche Unternehmen eingestiegen ist, auch beim jüngsten Umbau der 2018 eröffneten Kleiderei beherzigt. Durch den Leerstand einer angrenzenden Immobilie konnte die Fläche am Hauptplatz in der 24.000 Einwohner-Stadt Amstetten jetzt um rund 120m² auf 500m² vergrößert werden. Der Look: industriell, mit Betonwänden und Eisenregalen, viele alte Elemente habe man beibehalten. Die Fassade wurde vom österreichischen Graffiti-Künstler RoxS gestaltet. Genauso wie eine Wand im Innenraum, die den Namen Unique Styles trägt. Die größte Veränderung durch den Umbau sei aber, dass das Geschäft jetzt über zwei Eingänge verfüge, neue Schaufenster und Parkplätze direkt am neuen Eingang, der schnell zum Haupteingang für die Kunden wurde.

Realisiert wurde der Umbau ganz ohne Architekten und Ladenbauer, mit örtlichen Handwerkern. "Wir sind unsere Architekten. Wir wussten genau, was wir wollten", sagt Bettina Windisch.

Die tragende Säule des Sortiments der Kleiderei ist nach wie vor Mode (rund 80%) für Frauen und Männer. Zum Markenspektrum gehören Yaya mit einem 50m² großen Shop-in-Shop, Moss Copenhagen, Circle of Trust, King Louie, Soyaconcept, Tom Tailor Denim, Dstrezzed und Only. Bei den arrondierenden Sortimenten legt Windisch besonderen Wert auf Produkte mit regionalem Bezug. So gibt es neben Home-Accessoires von Madam Stoltz, House Doctor und Räder zum Beispiel die aus alten Fischfuttersäcken hergestellten Taschen des Wiener Labels Refished und wärmende Kopfbedeckungen von Mützenmafia aus Graz. Zum kulinarischen Angebot gehören Walnüsse von Nussland und ein österreichischer Gin.

So bunt gemischt wie das Sortiment sei auch die Zielgruppe – von 20 bis 70. Sie schätzen die einladende Atmosphäre und trinken im Lounge-Bereich auch gerne mal ein kühles Bier, erzählt die Inhaberin. Einen Online-Shop gibt es nicht: "Wir testen jetzt Zalando."

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