Store des Tages Herbst 2021

Neuer Flächennutzungsplan bei Cohausz

Cohausz
Blick nach draußen. Im Zuge der Neugestaltung wurde ein Teil der Rückwand in der ehemaligen KOB-Abteilung herausgenommen. So lässt sich von der neuen HAKA-Stylelounge jetzt das Treiben in der Innenstadt beobachten.
Blick nach draußen. Im Zuge der Neugestaltung wurde ein Teil der Rückwand in der ehemaligen KOB-Abteilung herausgenommen. So lässt sich von der neuen HAKA-Stylelounge jetzt das Treiben in der Innenstadt beobachten.

Im Frühjahr zog das Modehaus Cohausz in Borken mit der Baby- und Kindermode in den eigenen Store Pico. Die so freigewordenen Flächen wurden daraufhin neugestaltet – was Optik und Sortiment angeht. Offensichtlichste Neuerung: Die HAKA-Stylelounge im zweiten Stock, von der aus die Kunden jetzt auch direkt in die Borkener Innenstadt blicken können.

"Mehr Transparenz und mehr Platz für Erlebnis und Präsentation unserer Ware", so fasst Katharina Schmidt den Gestaltungsansatz für den neuesten Umbau im Modehaus Cohausz zusammen. Gemeinsam mit ihrem Mann Moritz und ihren Eltern Susanne und Hermann Honerbom führt sie das fast 200 Jahre alte Familienunternehmen im westfälischen Borken. "Die Planungen für den eigenen Kinderstore und für die daraufhin folgenden Veränderungen im Haupthaus gab es schon vor Corona", sagt Schmidt. Trotz der schwierigen Marktsituation in den vergangenen andertahlb Jahren hielt das Familienunternehmen mit seinen 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern daran fast. "Wir haben gerade auch während der Lockdowns sehr viel Unterstützung von unseren Kunden erfahren, mit dem Umbau zeigen wir auch deutlich, wir sind und bleiben hier und wollen weiter ein schönes Einkaufserlebnis bieten."

Für die Kinder gibt es dieses seit dem Frühjahr einige hundert Meter entfernt in einem eigenen Laden. Mit Pico hat sich Katharina Schmidt einen lang gehegten Traum erfüllt. "Der Laden wird gut angenommen und gerade bei den Teenies haben wir viele neue Kunden gewonnen", sagt sie.

Store des Tages Herbst 2021: Modehaus Cohausz in Borken



Das soll jetzt auch im Haupthaus gelingen. Gemeinsam mit dem niederländischen Planer Johan Rietsema von Binnenbrand, der auch schon Pico gestaltet hat, wurde das 2000m² große Haus umgebaut. Drei Monate dauerten die Arbeiten bei laufendem Betrieb. Insgesamt hat das Unternehmen einen mittleren sechsstelligen Euro-Betrag investiert. Angefasst wurden Entree, Erdgeschoss, 1. und 2. Etage des aus drei Gebäudeteilen bestehenden Hauses. "Dank unseres Architekten konnten wir große Veränderungen durch verhältnismäßig kleine Erneuerungen erreichen", sagt Schmidt.

Beim Umbau waren für Bauherren und Architekt aus Nachhaltigkeitsgründen vor allem auch die Wiederverwendung bestehender Einrichtungselemente wichtig. "Der Maler hatte am meisten zu tun", sagt Schmidt. Mit Tapeten, Folien und frischer Farbe wurden die Flächen neu gestaltet. Bestes Beispiel: Der Kassentresen im Erdgeschoss. Der große Tresen wurde mit Folie in hellgrauer Steinoptik beklebt. Selbst die Haptik erinnert an einen echten Stein. "In der Größe hätten wir einen Steinblock hier nicht hereinbekommen", lacht Schmidt. Die Rückwand dahinter ist dunkel gehalten und mit einer Tapete in Goldoptik beklebt. "Damit entsteht ein ganz anderer Eindruck als vorher."



Das gilt auch für die Fläche im Obergeschoss, auf der früher die KOB ihren Platz hatte. Hier ist jetzt die Stylelounge für Männer eingezogen. Und hier fand auch die baulich größte Veränderung statt. Ein Rückwandmodul ließ die Familie komplett herausnehmen, sodass jetzt der Blick nach draußen in die Einkaufsstraße frei ist. Davor befindet sich eine gemütliche Sitzecke, die zum Verweilen einlädt. Mit Hugo Boss, Strellson und Olymp liegt der Fokus in der Abteilung eher auf festiven Looks. Wie im Gesamthaus hat das Unternehmen auch hier darauf geachtet, möglichst offene und luftige Flächen zu gestalten. "Wir haben uns für sehr schlichte Warenträger und dezente Regale entschieden, um so auch für mehr Transparenz auf der Fläche zu sorgen", sagt Schmidt.

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