Store des Tages Herbst 2021

Zu Besuch bei Walbusch

weisslicht.fotografie by Philipp Brohl

Die Solinger Walbusch-Gruppe setzt ein Zeichen für den stationären Handel. Mit dem Umbau der Filiale im Berliner Einkaufszentrum Spandau-Arcaden soll der Community-Gedanke gestärkt und ein einladendes neues Raumkonzept geschaffen werden.

Bekannt wurde die 1934 in Solingen gegründete Walbusch-Gruppe als Versandhändler. Inzwischen steht das Unternehmen mit seinen 1000 Mitarbeitern aber für viel mehr: Neben HAKA, die auch nach Maß angeboten wird, gibt es eine DOB- und eine Outdoor-Kollektion, und die Gruppe betreibt nicht nur Online-Shops für die einzelnen Marken (darunter Mey & Edlich und LaShoe), sondern auch mehr als 40 Walbusch-Filialen. Diese erhalten jetzt einen grundlegend neuen Look. Erstmals umgesetzt wurde er im Berliner Einkaufszentrum Spandau-Arcaden, wo die rund 300 m² große Filiale umgestaltet wurde.

Store des Tages Herbst 2021: Walbusch in Berlin


Das gesteckte Ziel war dabei klar: Mehr noch als bisher soll der Laden zu einem Treffpunkt der treuen Walbusch-Community mit einem hohen Stammkundenanteil werden. "Unsere Kunden sind für uns mehr als potenzielle Käufer und jederzeit in unserem Store willkommen. Die Mitarbeiter kennen die Stammkunden beim Namen und nehmen sich gerne Zeit, um ausgiebig zu beraten, aber auch, um sich einfach mit der Kundschaft zu unterhalten. Uns war es wichtig, den Store so umzugestalten, dass noch mehr Raum für den persönlichen Austausch gegeben ist", sagt Jürgen Kleine-Berkenbusch, Geschäftsführer der Walbusch-Filialen.

Die Planer von Schwitzke & Partner in Düsseldorf und das interne Storedesign-Team von Walbusch um Lisa Cavatoni haben diesen Anspruch mit Hilfe moderner Materialien umgesetzt, bei denen es um das Wechselspiel zwischen filigran und dominant, elegant und natürlich, aber auch um alt Bewährtes und neue Einflüsse gehe. Architektonische Kernidee sei ein klassischer Midcentury-Pavillon gewesen – offen und einladend, Innen- und Außenraum miteinander verbindend. Highlight im Store ist der Kassenbereich, der eher an einen Bartresen erinnert. Er soll zugleich als Treffpunkt für die Kundschaft fungieren und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. Zum Verweilen lädt auch der Loungebereich im hinteren Teil des Ladens ein.

Eine einladende Atmosphäre entsteht auch über die verwendeten Materialien. Nussbaum-Holz an Wand und Decke, grüner Marmor sowie Tapeten mit Naturoptik und Echtpflanzen wirken wohnlich. Unterschiedliche Rückwandgestaltungen erleichtern die Orientierung im Sortiment für Damen und Herren. Das Lichtkonzept zielt auf eine perfekte Produktbeleuchtung ab, heißt es vom Unternehmen. Dezentes Stimmungslicht sorgt im Loungebereich für Gemütlichkeit. Die dort gereichte Tasse Kaffee soll nicht nur das entspannte und stressfreie Einkaufserlebnis ermöglichen, sondern auch das nachhaltige Gefühl eines Besuches bei Freunden hinterlassen.

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