Store des Tages Frühjahr 2020

Muji eröffnet ersten deutschen Flagship-Store auf dem Berliner Kudamm

Muji
Im Marmorhaus am Kudamm präsentieren die Japaner auch regionale Produkte.
Im Marmorhaus am Kudamm präsentieren die Japaner auch regionale Produkte.

Im ehemaligen Marmorhaus präsentiert sich das japanische Label Muji mit der landesweit größten Produktauswahl im bislang größten deutschen Store auf vier Stockwerken mit einer Verkaufsfläche von 1397 m². Neben der eigenen Marke gibt es in Kollaboration mit mehr als 20 regionalen Firmen lokal produziertes Gebäck, Süßigkeiten, Getränke, Haushaltswaren und erstmals auch Bücher. Außerdem werden die ersten Muji-Gesichtsmasken angeboten.

Das ehemalige Filmtheater aus den 1910er Jahren, in dem bislang Zara einen Store hatte, gehört zu den ikonischsten Gebäuden der Stadt. Mit einer großen Ausstellung, bei der archivierte Muji-Poster von Künstlern wie Ikko Tanaka und Kenya Hara aus den 80er Jahren zu sehen sind, Papierinstallationen und einer exklusiven, limitierten Auflage von Toto-Baumwolltaschen wollen die Japaner das Opening als "Zeichen der Hoffnung" mitten in der Corona-Pandemie feiern. "Besonders in ungewohnten Zeiten, sowohl politisch als auch unter dem Gesichtspunkt einer weltweiten Pandemie, ist es weiterhin die Mission Mujis essentielle Alltagsprodukte zu einem bezahlbaren Preis anzubieten", heißt es aus der Unternehmenszentrale. So sei beispielsweise der Dreierpack Socken von 9,95 Euro auf 6,95 Euro dauerhaft reduziert worden. Die waschbaren Gesichtsmasken, mit deren Verkauf jetzt in allen Läden begonnen wird, kosten 9,95 Euro im Doppelpack.

Store des Tages Frühjahr 2020: Muji am Kudamm

 

Das ebenfalls für Deutschland neue Konzept des Community Marktes mit lokalen Produkten, habe sich auf dem Heimatmarkt bereits erfolgreich etabliert. Ziel ist es, den regionalen Food-Manufakturen einen Ort zum Verkauf ihrer Produkte zur Verfügung zu stellen und damit die Gemeinschaft vor Ort zu stärken. Im Store am Berliner Ku’damm werden im ersten Schritt lokal hergestellte Produkte wie Kaffeebecher aus recyceltem Material, Glasstrohhalme, nachhaltig produzierte Möbel und Accessoires, Upcycled Gläser, Blumenvasen und Lampen aus alten Weinflaschen sowie  Lautsprecher aus alten Heizungsventilatoren angeboten.

Deutschlandweit ist der neue Laden am Kudamm der achte Muji-Store. In Berlin gibt es bereits zwei weitere Läden in Mitte. Insgesamt betreibt das 1980 als Alternative zur damaligen Konsumkultur gegründete Konzept, dessen Name sich aus den japanischen Begriffen für Marke (Mujirushi) und Wert guter Produkte (Ryohin) zusammensetzt, mehr als  900 Läden weltweit, davon etwa die Hälfte in Japan.

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