Stores des Tages Frühjahr 2021

Sinn eröffnet Redstore in Dortmund - samt Covid-Testzentrum

Sinn/Maik Giannoccaro
Einst Kaufhof, jetzt der Redstore von Sinn am Dortmunder Westenhellweg
Einst Kaufhof, jetzt der Redstore von Sinn am Dortmunder Westenhellweg

Die Neueröffnungs-Festspiele bei Sinn gehen weiter: Jetzt hat das 2nd Season-Konzept Redstore im früheren Kaufhof am Westenhellweg in Dortmund seine Tore geöffnet - mit Covid-Testzentrum am Eingang. Und in Gütersloh ging kurz danach am Dienstag die Sinn-Filiale Nr. 33 an den Start.

Das Haus in Dortmund soll mehr als ein normales Outlet sein, verkündet der Filialist aus dem westfälischen Hagen. Der zunächst 2500m² große Store wirkt eher wie ein klassischer Multichannel-Laden, aber nicht wie eine Resterampe.

Man wolle die "Marken in einer Form anbieten, die der Wertigkeit der angebotenen Artikel entspricht", sagt Einkaufschefin Susanne Straus. "Wühltische oder übervolle Ständer und Regale wird es nicht geben."

Die Produkte werden von 32 Beschäftigten vor allem nach Marken präsentiert, einige auf Wholesale-Fläche. Es gibt jedoch nicht die bei vielen anderen Outlet-Konzepten übliche Ordnung allein nach Größen, egal von welchem Label. Den Umbau nahm das Sinn-Team, wie üblich, weitgehend selbst in die Hand.

Store des Tages Frühjahr 2021: Sinn Redstore in Dortmund

"Viele Marken waren sofort bereit, bei unserem Konzept mitzumachen", sagt Sinn-Chef Friedrich-Wilhelm Göbel. Verkauft wird Mode – DOB, HAKA, Wäsche – von rund 100 Marken mit bis zu 50 % Rabatt. Dabei handelt es sich laut Sinn um für das Jahr 2020 entwickelte Ware, die wegen der Shutdowns bisher kaum oder gar nicht auf die Fläche gelangt ist.

Opus und Someday sind ebenso dabei wie Toni, Zerres, Angels, Street One oder Rabe, in der HAKA Brax, Meyer, Alberto, Bugatti, Timezone, Lerros, Esprit, Roy Robson und CG. In der Wäscheabteilung finden sich etwa Triumph oder Lascana. "Starke Marken, starke Preise" ist der Slogan im Haus.

Erweiterung möglich

Wenn der Redstore gut läuft, soll die Fläche ab August auf das erste Obergeschoss ausgeweitet werden. Bisher sieht es gut aus: "Unsere Umsatzerwartungen wurden klar übertroffen", sagt Göbel nach den ersten Tagen des Betriebes.
Ende 2022 dürfte allerdings schon wieder Schluss sein für Sinn im früheren Kaufhof, dann will der Eigentümer groß umbauen. Die Modekette möchte jedoch in Dortmund, "der bedeutendsten Einkaufsstadt im Ruhrgebiet", bleiben und plant ab 2023 einen 6000m² großen Store in der Stadt.

"Das Ruhrgebiet ist Sinn-Land", sagt Uwe Ketelsen, der Geschäftsleiter am Westenhellweg. "Unser Fokus auf einer persönlichen Beziehung zu den Kundinnen und Kunden hebt sich von den auf Selbstbedienung konzentrierten Modellen vieler Wettbewerber ab." Bis 1999 war Sinn – damals noch SinnLeffers – bereits in Dortmund vertreten.

Eröffnung auch in Gütersloh

Abseits des Ruhrpotts, im ostwestfälischen Gütersloh, öffnete am Dienstag mit leichter, coronabedingter Verspätung, eine weitere Sinn-Filiale, allerdings mit einem klassischen Konzept. Auf den 4400m² am zentralen Berliner Platz war vor dem Umbau Karstadt vertreten. Jetzt präsentieren 40 Sinn-Beschäftigte hier 120 Marken aus den Bereichen DOB, HAKA und Wäsche.

Wie in Dortmund können Kunden im Bürgertestzentrum am Eingang kostenlos Covid-Tests machen lassen und die entsprechende Bescheinigung erhalten. In mehr als 20 seiner Filialen bietet Sinn diese Möglichkeit an.

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