Das Online-Geschäft mit Mode boomt, der Paketversand erreicht neue Rekordwerte. Über 11 Mio. Paketsendungen täglich erwartet die Deutsche Post allein an den Tagen vor Weihnachten. Damit von dieser Paketflut künftig mehr recycelt wird, tritt am 1. Januar 2019 das neue Verpackungsgesetz in Kraft. Es nimmt Händler wie Hersteller in die Pflicht, sich an den Kosten für die Entsorgung und das Recycling der durch sie in Umlauf gebrachten Verkaufsverpackungen zu beteiligen. Kommen sie dem nicht nach, drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 200.000 Euro – und Verkaufsverbote. Was müssen Versandhändler also tun, um sich rechtskonform aufzustellen?

Zunächst müssen sie sich bei der neu geschaffenen Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) registrieren und dort ihre Verpackungsmengen melden. Ab Januar 2019 werden dann alle registrierten Unternehmen in einem öffentlich einsehbaren Register der ZSVR geführt, das für Transparenz und faire Marktbedingungen sorgen soll. Außerdem müssen sie ihre Verkaufsverpackungen wie bisher bei einem dualen System lizenzieren. Händler zahlen dabei ein sogenanntes Lizenzentgelt und die dualen Systeme sorgen im Gegenzug für die Rücknahme, die Sortierung und das Recycling der Verpackungen.
Eyeem_Urheber: iJeab_ID:119450567

Ein bewährtes duales System für die Modebranche ist z.B. Interseroh. Bereits vor über 15 Jahren hat die Schuhwirtschaft gemeinsam mit der Sportbranche und Interseroh ein effizientes System zur Rücknahme von Verpackungen im Einzelhandel entwickelt. Erst kürzlich appellierte der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) an alle Schuhlieferanten, sich dieser Branchenlösung für Schuh-Verpackungen anzuschließen.

Verpackungen schnell und einfach lizenzieren – so geht's
Um das Lizenzieren für Online-Händler pünktlich zum neuen Gesetz noch schneller und einfacher zu gestalten, hat Interseroh den Online-Shop für Verpackungslizenzierung „Lizenzero“ ins Leben gerufen. Neben einer Anleitung für die Verpackungslizenzierung gemäß VerpackG stellt das Portal bspw. eine Rechenhilfe zur Verfügung, mit der die Nutzer ihre Verpackungsmengen berechnen und eine Schätzung für das laufende Jahr abgeben können. Auf diese Weise können Unternehmen ihre Verpackung in wenigen Schritten entsprechend den Vorgaben der ZSVR lizenzieren und sich damit rechtskonform aufstellen.



„Mit Lizenzero konnten wir den Lizenzierungsprozess stark vereinfachen und den Online-Händlern helfen, ihren Pflichten nicht nur kosteneffizient, sondern vor allem umweltgerecht nachzukommen“, erklärt Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH. „Online-Händler erfüllen damit ihre Produktverantwortung und leisten einen wichtigen Beitrag zum fachgerechten Recycling der Verpackungen.“
Eyeem_Urheber: Jasmin Awad_ID:97722917

Dieser Pflicht nachkommen müssen übrigens alle Unternehmen, die eine Verkaufsverpackung erstmalig mit Ware befüllen und in Umlauf bringen. Da dazu u.a. Versandkartons, Packband und Seidenpapier gehören, betrifft das Gesetz insbesondere Modeunternehmen, die ihre Ware versenden.

All diejenigen, die ihre Verpackungen noch nicht lizenziert haben, sollten das hier also schnellstmöglich tun, bevor das neue Verpackungsgesetz in Kraft tritt. Denn durch die Transparenz der ZSVR erwarten Trittbrettfahrer womöglich schon bald Abmahnungen der Wettbewerber.

Weitere Informationen zur rechtskonformen Verpackungslizenzierung finden Sie unter www.lizenzero.de.


Die Redaktion der TextilWirtschaft trägt für den Inhalt dieser Minisite keine Verantwortung und war bei der Erstellung des Contents nicht involviert.