Die Information war schon vor Tagen durchgesickert, jetzt sind daraus Fakten geworden: Der neue deutsche Warenhauskonzern heißt „Galeria Karstadt Kaufhof”. In Schaufenstern ist das neue blau-grüne Logo jetzt zu sehen, auf den Homepages von Kaufhof und Karstadt findet es sich ebenfalls. Das Unternehmen selbst äußerte sich bisher nicht dazu.
Galeria Karstadt Kaufhof brint das neue Logo in die Schaufenster, wie hier in Frankfurt auf der Zeil.
Freutel
Galeria Karstadt Kaufhof brint das neue Logo in die Schaufenster, wie hier in Frankfurt auf der Zeil.
„Mit Einführung der neuen gemeinsamen Marke wird es sehr attraktive Angebote geben” verrät immerhin die Kaufhof-Seite den Kunden, „das Beste aus beiden Welten wird vereint, so dass Sie sich auf eine noch schönere und inspirierendere Produktauswahl freuen können.” Die Sortimentskompetenz „wird so noch einmal deutlich optimiert”. Die hohe Zahl von „über 170 Filialen” sei „auch zukünftig im Hinblick auf die Online- und Filial-Services ein großer Vorteil”, da Pakete bald an noch mehr Standorten abgeholt und umgetauscht werden könnten. Leider sei dies bislang noch nicht unternehmensübergreifend möglich, heißt es weiter.

Aufschluss über die künftige Sortimentsstrategie der beiden Linien gibt die Seite jedoch nicht: „Es wird vorerst weiterhin Marken und Produkte geben, die jeweils nur in einem der Unternehmen zu finden sind”, heißt es dazu.

Kommentar zur Umbenennung

Der Konzern heißt „Galeria Karstadt Kaufhof“ - na und?

Hagen Seidel


Gleichzeitig hat sich Kaufhof - wie angekündigt - aus dem Tarifvertrag des Einzelhandels verabschiedet. Die Kette sei in eine sogenannte OT-Mitgliedschaft („ohne Tarif”) gewechselt, kritisierte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. In der vergangenen Woche habe Kaufhof Verdi per Brief darüber informiert, "dass das Unternehmen nun in allen Tarifgebieten den Wechsel in die OT-Mitgliedschaft gegenüber den Mitgliedsverbänden erklärt hat", heißt es bei der Gewerkschaft.

Für das Unternehmen dürfte das Einsparmöglichkeiten bei den Personalkosten, für neue Mitarbeiter geringere Einkommen bedeuten. Werden für den Einzelhandel Tariferhöhungen ausgehandelt, gelten die nicht für die Kaufhof-Belegschaft.

Einen ähnlichen Schritt hatte vor der Fusion beider Wettbewerber Karstadt gewählt, um angesichts einer schwierigen wirtschaftlichen Situation Geld zu sparen. Der damalige Karstadt-Chef Stephan Fanderl steht jetzt dem Gemeinschaftsunternehmen Galeria Karstadt Kaufhof vor.

Verdi hat der Unternehmensführung nach eigenen Angaben jetzt mehrere Termine für Verhandlungen über einen Anerkennungstarifvertrag im April vorgelegt.
"Die Unternehmensführung muss aufhören, Fakten zu schaffen, indem sie Tarifflucht begeht, bereits Kündigungen ausspricht und nun schon 1.800 statt 1.600 Vollzeitstellen in den Kaufhof-Filialen streichen will", erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

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