Adidas ist Deutschlands beliebtester Mode-Arbeitgeber. Wie seit Jahren steht der Weltkonzern aus Herzogenaurach ganz oben auf der Liste der Studie „Working in Fashion 2019”, gefolgt von Hugo Boss, PVH (Tommy Hilfiger, Calvin Klein), Brax und Puma. Erstmals ganz vorn dabei: Betty Barclay (Montana, Vera Mont) erreicht nach einem stetigen Aufstieg Platz zwei. Im TW-Interview spricht CFO und Personalchef Manfred Plaar über die HR-Strategie des Unternehmens.


Ein Riesensprung von unten ins Mittelfeld gelingt den Textildiscountern KiK, Primark und Takko. Galten sie lange als Schmuddelkinder, haben sie inzwischen bei den Professionals, Auszubildenden und Studenten der Branche ein besseres Image als Inditex (Zara, Massimo Dutti), H&M, P&C, C&A. Bei Arbeitsplatzsicherheit, Weiterbildung, Zukunftspotenzial, Betriebsklima und sogar bei sozialer Verantwortung scheiden die Billiganbieter inzwischen befriedigend oder gut ab.
Für die Beliebtheit bei Beschäftigten und Einsteigern ist die Unternehmenskultur von entscheidender Bedeutung. Die Wahrnehmung sozialer Verantwortung, hohe Eigenverantwortung für Mitarbeiter, Transparenz bei Entscheidungen und persönliche Wertschätzung erwarten 80 bis 99 Prozent der Befragten. Der großen Mehrheit ist eine sinnerfüllte Aufgabe und Spaß bei der Arbeit noch wichtiger als ein gutes Gehalt. Nur 30 Prozent wären bereit, für ihre Karriere auf Freizeit und Hobbys zu verzichten.
Viel Geld wird in der Branche nicht bezahlt. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt für Absolventen liegt knapp unter 30.000 Euro im Jahr. Festangestellte kommen im Durchschnitt auf 52.100 Euro brutto. Die Industrie bezahlt auch in der Fashion-Branche besser als der Handel.
TW-Studie Working in Fashion 2019
Die komplette Analyse zur TW-Studie Working in Fashion 2019 mit allen Aufsteigern, Absteigern, Rankings und Top-Themen: Jetzt im E-Paper lesen

Mehr als 4.000 Festangestellte, Auszubildende und Studenten aus der Textil- und Modebranche haben sich an der Online-Befragung der TW für die Studie „Working in Fashion 2019” beteiligt. 40 Unternehmen wurden jeweils in zehn Kategorien bewertet, unter anderem zu Gehalt und Betriebsklima, Sicherheit der Arbeitsplätze und Karrieremöglichkeiten. Aus dem gewichteten Durchschnitt ergibt sich das Gesamt-Image der Unternehmen als Arbeitgeber.
Working in Fashion 2019
Der rund 500 Seiten starke Expertenband enthält die Komplettstudie mit vielen zusätzlichen Ergebnissen und wertet zudem nach den wichtigsten Zielgruppen wie Geschlecht, Altersgruppe, Betriebszugehörigkeit, Handel und Industrie sowie Unternehmensgröße aus. Der Expertenband kann für 498 Euro plus MwSt. per Email mit dem Kennwort „WIF 2019“ bei redaktiontw@textilwirtschaft.de bestellt werden.
Mehr zum Thema
TW-Studie Working in Fashion 2019

Fast jeder Zweite fühlt sich unterbezahlt

TW-Studie Working in Fashion.
TW-Studie Working in Fashion 2019

Eine Frage der Kultur

Mitarbeiter von Pull&Bear
TW-Studie Working in Fashion 2019

Sozial ist nicht egal

Die CSR-Strategie des Arbeitgebers ist für viele Mitarbeiter ein wichtiger Faktor.