Von Celine bis Saint Laurent, von Jacquemus bis Chanel – das sind die Lieblinge der Luxuseinkäufer. Trends wie Tailoring und die Rückkehr eines neo-bourgeoisen Looks stehen damit für sie im Fokus. Die Designer von New York bis Paris, von London bis Mailand haben mehr Ruhe, ein Comeback des Minimalismus, mehr Haltung und Strenge propagiert. Darauf setzen auch die Einkäufer. Monochromes statt Muster lautet das übergreifende Signal.

Claire Miles, Buying Director, The Shop at Bluebird, London:
„Diese Saison bin ich richtig verliebt in die unangestrengte und dabei schicke Ästhetik von The Row mit ihren organischen fließenden Formen. Ihre Herbstshow war einfach eine dieser schmerzhaft schönen Traumkollektionen.”

Emmanuel de Bayser, The Corner, Berlin:
„Unsere Favoriten sind Dior, Celine und Balenciaga. Dior, weil es sehr exklusiv, kreativ und kommerziell ist. Celine, weil diese Neo-Bougeois-Kollektion ein neuer, starker Look für die Zukunft ist – elegant, lässig und jung. Balenciaga ist einfach edgy, international und fashion forward. Jacquemus ist ein Designer, den wir von Anfang an toll fanden.”

Yasin Müjdeci, Voo Store, Berlin:
Jacquemus war für uns die beste Show, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Er hat einfach wieder gezeigt, wie man ohne großen Aufwand und übertriebenes Budget das Gefühl einer Kollektion sehr gut und richtig vermitteln kann. Nach der Show wusste ich als Kunde und Buyer genau, was er mir sagen wollte.”



Jacopo Tonelli, L’Inde Le Palais, Bologna:
„Mir hat Celine sehr gut gefallen. In einem Moment des Wandels ist es Hedi Slimane gelungen, die DNA der Marke mit seiner eigenen Vision der Frau zu verbinden. Auf sehr kohärente Weise.”

Massimiliano De Marianis, Folli Follie, Mantua:
„Am meisten überzeugt hat mich Celine. Die Kollektion ist einerseits anspruchsvoll, andererseits aber auch kommerziell. Dementsprechend deckt sie einen großen Kundenkreis ab.”



Daniela Kraler, Franz Kraler, Toblach:
„Mir fällt es immer schwer, eine Schau hervorzuheben. Die Shows, die mich am stärksten berührt haben, waren sicherlich die von Chanel und Fendi. Beide waren eine Hommage an Karl Lagerfeld. Es waren schließlich die letzten Kollektionen von Kaiser Karl. Und da wir ja aus Südtirol stammen, hat uns insbesondere das Chalet von Chanel bewegt. Ansonsten hat mir Celine sehr gut gefallen. Hedi Slimane hat die Stabübergabe von Phoebe Philo gemeistert. Seine Frau ist schick und raffiniert. Der Stil hat etwas Britisches. Sehr schön fand ich auch Valentino. Pierpaolo Piccioli widmete sich der Liebe und dem Küssen. Interessant war zweifellos auch das Catwalk-Debüt von Daniel Lee bei Bottega Veneta. Seinen Vorgänger Tomas Maier habe ich immer sehr geschätzt. Jedoch ging von der Marke zum Schluss, zumindest in der Wahrnehmung der Kunden, ein gewisser Stillstand aus. Jetzt ist Bottega Veneta wieder Gesprächsthema.”

Roopal Patel, Saks Fifth Avenue Fashion Director, New York:
„Die letzte Kollektion von Karl Lagerfeld für Fendi war wunderschön und hat sicher einen großen Einfluss. Der Film von Loic Prigent mit Karls Interview zum Abschluss der Show wird für immer unvergesslich bleiben.”



Giordano Ollari, O’Luxury, Parma:
„Am überzeugendsten fand ich die Schau von Bottega Veneta. Dem neuen Kreativdirektor Daniel Lee ist es gelungen, mit seiner Kollektion die DNA der Maison und ihre Geschichte in die Zukunft zu führen.”

Ida Petersson, Browns, London:
„Der erste Auftritt von Daniel Lee für Bottega Veneta war fantastisch. Eines der Highlights der Saison.”



Carmel Imelda Walsh, Stefaniamode.com:
Prada ist meine Lieblingskollektion, nicht zuletzt dank der starken erzählerischen Kraft der Inszenierung. Das Must-have der Saison werden wahrscheinlich die Bikerboots der Show.”

Mario Grauso, Holt Renfrew, Montreal:
„Ich liebe Prada. Die Fähigkeit von Miuccia,  das Maskuline mit dem Femininen zu verbinden, war das absolute Highlight der Show.”

Celenie Seidel, Farfetch.com:
„Es gab einige Schauen, die mir diese Saison sehr gut gefallen haben. Zu meinen persönlichen Favoriten gehören Paco Rabanne und Y/Project. Sie waren beide sehr stark. Saint Laurent war auch großartig. Es sieht sehr nach Vaccarellos Saint Laurent aus, dabei sind die vielfältigen neuen Oberflächen sehr überzeugend.”

Lesen Sie die ausführliche Catwalk-Analyse am 20. März ab 17 Uhr im E-Paper der TextilWirtschaft und am 21. März in der gedruckten Ausgabe.
Die Top-Looks der Schauenrunde
Designerschauen Herbst 2019

30 Top-Looks aus Paris

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30 Top-Looks aus Mailand

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