Pariser Highlight. Mit Spannung wurde die erste Kollektion von Virgil Abloh für die Menswear erwartet. Jetzt hat der Designer sein Debüt gegeben. Und die erste Resonanz ist im Großteil positiv. „Virgil Abloh hat mit dem gestrigen Tag in Paris den größten Moment seiner Karriere gefeiert und das mit Bravur bestanden”, sagt Highsnobiety-Gründer David Fischer gegenüber der TextilWirtschaft.

Louis Vuitton hat mit der Berufung des vor allem in Streetwear-Kreisen gehypten Designers viel Aufmerksamkeit erzeugt. Und diese konsequent hoch gehalten, vor allem auch über Social Media. Kurz vor der Show im Palais Royal am Place Colette in Paris teaserte Louis Vuitton auf Instagram die Show an und gab einen Ausblick auf Teile der Looks sowie sein Konzept. In dem Konzept-Papier erläutert Abloh seinen Blick auf Themen wie Diversität, das er mit dem Aspekt des Reisens verknüpft. In dem Begleitmaterial zur Show werden die Geburtsorte der Models und ihrer Eltern grafisch dargestellt. Außerdem hat Abloh eine Art Marken-Alphabet erstellt. Der Laufsteg der Show war dann in sämtliche Regenbogenfarben getaucht. Die für viele wohl größte Überraschung während der Schau: Kaum Logos auf dem Lausteg. Selbst Taschen werden mitunter völlig ohne das bekannte Monogram gezeigt. Das Eröffnungsbild der Schauenparade bildete eine komplett in Weiß gehüllte Gruppe. In lockeren Silhouetten, mit Konfektions-Elementen aber auch Workwear- und Wander-Einflüssen wie aufgesetzten Taschen und funktionalen Details.

Im Verlauf der Show, die Plätze waren mit Superstars wie Rihanna und Kanye West gespickt, spielte Abloh einige Farben des Regenbogens durch, teils als Uni-Looks, teils über schimmernde Metallics, Musterungen oder Details wie Neon-Schnürbänder. Wohl markantestes Element dürften die Ketten an den Taschen sein.

Highsnobiety-Macher David Fischer: „Seine erste Louis Vuitton Show hat bewiesen, woher die Inspiration der heutigen Luxus- und Modeindustrie tatsächlich herkommt. Es war ein sehr emotionaler Moment, wie Virgil und Kanye West sich umarmt haben, welcher das ganze noch einmal soviel echter für alle Beteiligten gemacht hat. Ich persönlich bin auch froh, dass die Kollektion endlich weniger Logo getrieben ist, als in der Vergangenheit.”

In der Show seines eigenen Labels Off-White, das zu den Anführern der Streetwear-Bewegung im Luxus-Genre zählt, setzt Abloh auf rustikalere Looks: Viele Denim- und verzeinzelte Workwear-Ideen treffen auf Streetwear- und Comic-Prints. Ein Highlight war hier die Präsentation der Koffer-Kooperation mit Rimowa. Der Gepäckhersteller gehört wie auch die Marke Louis Vuitton zur LVMH-Gruppe.
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