Selbst im hohen Norden waren die Temperaturen zuletzt ziemlich hoch. Das spricht aber nicht gegen frischen Wind, der aus den skandinavischen Kollektionen zu uns herüberweht. Denn die Copenhagen Fashion Week ist immer auch ein Ort, an dem sich neue, spannende Labels präsentieren. Neue Namen für alle Sortimente auf der Suche nach der Extra-Portion Freshness.

Ihler Aarhus Apparel

Ihler Aarhus Apparel
Die Kunst, Architektur und Kultur der zweitgrößten Stadt Dänemarks inspirieren Marlene Ihler immer wieder aufs Neue zu ihrer Kollektion, mit der sie nun in die dritte Saison geht. Das Frühjahr ist vor allem von Streifen, Blumen und Karos geprägt, wobei der Macherin aus Aarhus besonders wichtig ist, dass alle Teile miteinander kombiniert werden können. Bei einer 2,8er-Kalkulation reichen die VK-Preise von rund 70 Euro für T-Shirts bis zu 165 Euro für Hosen aus Leinen. Die Stoffe stammen ausschließlich aus Europa, wo die Kollektion auch produziert wird.

Jan Machenhauer Shirts

Jan Machenhauer Shirts
Der Däne Jan Machenhauer gründete sein gleichnamiges Label bereits in den 80er Jahren und verkauft seine Kollektion seither im eigenen Laden in Dänemark. 2012 rief er die Linie Jan Machenhauer Shirts ins Leben, die – anders als die Hauptlinie – auch für den Wholesale erhältlich ist. Anfangs ging es tatsächlich nur um Blusen und Shirts, mittlerweile umfasst die Linie aber auch Kleider und Röcke. Verwendet werden ausschließlich natürliche Materialien wie Baumwolle und Leinen. Die EK-Preise liegen bei 70 bis 130 Euro. Marge: 2,7.

Maison Laponte

Maison Laponte
Sweater mit Plüsch-Applikationen. Riesige Shirts mit winzigem Logo- oder Statement-Print. Oversize-Hemden mit Allover-Druck, der zum Beispiel Tabletten im Comic-Style zeigt. Jogginghosen mit Lurexfäden. Dazu jede Menge Punk-Attitüde. Das ist Maison Laponte. Gianandrea Sergi hat das Label 2012 ins Leben gerufen und möchte nun auch außerhalb Italiens durchstarten. T-Shirts kosten im VK 40 Euro, Coach-Jackets 130 Euro. Kalkuliert wird mit 2,5.

Sleek

Sleek
Vor zwei Jahren gegründet, bedient das junge Blusenlabel bereits 50 Stores im Heimatmarkt Schweden. „Wir legen ganz besonderen Wert auf Details, die herausstechen, aber dennoch einfach zu kombinieren sind“, erklärt Mitgründerin Karla Opazo das Erfolgsrezept. Mittlerweile wurde die Kollektion um eine kleine Auswahl an Kleidern und Röcken erweitert. Die VK-Preise starten bei 85 Euro und gehen in der Spitze bis 155 Euro. „Wir wollen, dass unsere Produkte für viele Frauen erschwinglich sind“, kommentiert Opazo.

Ergon Mykonos

Ergon Mykonos
Auf der CIFF präsentierte die britische Distributionsagentur The Bridge Co das griechische Label erstmals in Skandinavien. Die Prints von Ergon Mykonos greifen in jeder Kollektion einen anderen Aspekt des Heimatlandes auf. Stand dieser Sommer unter dem Einfluss der hellenistischen Epoche, liefert für kommendes Frühjahr Athen die Inspiration. Neben Bekleidung bietet das Label auch Schuhe, seit dieser Saison rundet Swimwear das Portfolio ab. Bei einer Marge von 3,0 liegen die EK-Preise für Bekleidung im Schnitt bei 200 Euro, für Schuhe bei 30 Euro.

Soludos

Soludos
Top-Player von Asos bis Breuninger führen sie schon: Die Espadrilles von Soludos. Der Macher des Labels, Nick Brown, bereiste als Model die Welt und war immer auf der Suche nach bequemer, aber stylischer Bekleidung. Bei einem Aufenthalt an der spanischen Küste stieß er auf den populären Sommerschuh. Zurück in New York, gründete er Soludos. In den Vereinigten Staaten haben es seine Modelle schon in die Vogue und an Füße von Promis wie Kate Bosworth und Jennifer Garner geschafft. Jetzt sollen sie auch in Europa noch präsenter werden. Durchschnittlicher VK-Preis: 100 Euro. Marge: 2,6.

Residus

Residus
Nach Stationen bei Filippa K und J. Lindeberg wollte Elin Mohlander ihr eigenes Ding machen: Residus war geboren. Der Fokus des vor einem Jahr gegründeten Labels liegt zum einen auf Kleidern, auf „Power Dresses“, wie Mohlander sagt, die trotzdem nichts an Feminität einbüßen. Zum anderen ist Nachhaltigkeit zentral. Aus diesem Grund kommen für die Kollektion nur zur Hälfte neu produzierte Stoffe zum Einsatz. Für den Rest kauft die Macherin alte Bestände auf. Somit sind die Styles mitunter stark limitiert. EK-Preise: 48 bis 92 Euro. VK-Preise: 140 bis 260 Euro.

Sleeping Gyspy

Sleeping Gypsy
Als zeitgenössische Version traditioneller Kleider beschreibt Katya Hermann die folkloristischen Styles ihres Labels Sleeping Gypsy. Die Kleider orientieren sich nicht nur optisch an der ukrainischen Nationaltracht Vyshyvanka, sie sind auch nach dem typischen Handwerk gefertigt. Das schlägt sich in den aufwändigen Stickereien genauso nieder wie in den von Hand geschnittenen Cut-outs. 50 Stores in Europa führen das 2016 gegründete Label schon, darunter laut Hermann Jades in Düsseldorf. Die VKs der Leinen-Kleider reichen von 320 bis 690 Euro.
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