Labels to watch

Zehn frische Namen


Daily Paper

Lust auf Neues? Neben den etablierten Kollektionen sind es frische, unverbrauchte Labels mit einer Story rund ums Produkt, die dem Sortiment die Würze geben. Die Redaktion der TextilWirtschaft hat einen ganzen Schwung aufgetan: Vom klimaneutralen Coffee Sneaker über cosy Cashmere-Schals bis zu botanischen Seifen und Massageölen.

Vaara

Vaara
Die Verbindung aus Funktionalität und anspruchsvollem Design, aus Athleisure und urbanen Looks, aus Stil und Lässigkeit – das ist es, wofür das noch junge englische Label Vaara steht. So lautet denn auch das Credo der Macher rund um Gründerin und Ex-Topmodel Tatiana Korsakova: „Gutes Design kann gleichermaßen raffiniert und funktional sein.“ Kreiert in einem Londoner Studio reicht die Bandbreite damit von Bras und Radlerhosen bis zu extralangen Parkas und Nylon-Anoraks, von entspannten Hoodie-Kleidern bis zu minimalistischen Ledertaschen. Das Farbbild ist neutral und zurückhaltend. Genauso wie die Stilistik, die oft Unisex-Ästhetik verströmt. Zu den internationalen Kunden gehören u.a. Matchesfashion und Netaporter. VK-Preise liegen zwischen 84 und 144 Euro für Bras und Leggings. Outerwear kostet im Kern zwischen 400 und 800 Euro.

Lana

Lana
Nach einer Zeit mit Einschränkungen stellt die Frühjahrskollektion 2022 für die Lana-Macher eine Art Neuanfang dar, der zarte Sommerkleider, fließende Anzüge, farbenfrohe Wickelröcke, leichte Blusen und softe Strickteile bereithält. Die Prototypen entstehen in der eigenen Musternäherei in Aachen. Umweltschonende Materialien, ökologische Färbung und Ausrüstung der Stoffe sowie kurze Lieferwege sind ebenso Programm wie die GOTS-Zertifizierung. Die EK-Preise liegen zwischen 15 und 169 Euro bei einer Kalkulation von 2,7. Neben den Eco-Läden will Lana nun verstärkt den Fashion-Handel ansprechen. Der Vertrieb wird bundesweit über verschiedene Agenturen gesteuert.

Daily Paper

Daily Paper
Afrikanische Tradition zeitgemäß interpretiert, so der Anspruch von Daily Paper. Umgesetzt wird das zum Herbst mit Animal-Prints in knalligem Gelb gepaart mit Graffiti-Wordings. Gezeigt werden zudem Spiegeleffekte, ethnische Muster und Jacquards. Neben Hinguckern bieten die Amsterdamer auch klassische Streetwear-Basics mit schlichtem Logo-Schriftzug. Im Fokus der Kollektion stehen Shirts, Sweats, Hoodies, Hosen und Jacken. Neue Silhouetten wie Wickelteile oder gepolsterte Trenchcoats runden das Bild ab. Die VK-Preise für Outerwear starten bei 100 Euro, für Sweats bei 40 Euro. Der Vertrieb wird intern organisiert, hierzulande ist Daily Paper etwa im KaDeWe, bei Breuninger sowie Asphaltgold vertreten.

Hellessy

Hellessy
Entspannt, sophisticated, luxuriös – so lässt sich die Handschrift des New Yorker Highend Labels Hellessy zusammenfassen. Sylvie Millstein, die Macherin und Gründerin hinter Hellessy, die unter anderem im Vertrieb für Häuser wie Chanel und Givenchy gearbeitet hat, bringt diese Erfahrung genauso wie ihre französisch-japanischen Wurzeln in ihrer Handschrift mit ein. Der fransenbesetzte Trench zur fließenden Satinhose gehört damit ebenso zum Look wie die Destroyed Denim mit Schmuckdekor zur Popeline-Bluse. Immer verleiht ein besonderes Detail den Styles das gewisse Etwas. Auf der Kundenliste stehen Namen wie Lane Crawford, Bloomingdales, Modaoperandi. Denims starten im VK bei 400 Euro.

Emaal

Emaal
Der Name Emaal ist eine Fusion aus Emma, Magda und Alexandra, den Namen von Gründerin Alexandra Somlo und ihrer beiden Töchter. Dabei hat sich die Schweizerin dem kreativen Design von Cashmere-Schals für Damen und Herren verschrieben. Ihre Ingredienzen sind luxuriöse Qualitäten und Muster, die aus dem etablierten Accessoire ein vielseitiges Statement-Piece machen. „Cashmere-Schals sind Transporteure eines Zuhause-Spirits. Griffbereit und schnell verstaut verleihen sie auch leichten Outfits ein warmes, geborgenes Gefühl – zu Hause oder auf Reisen“, sagt sie und benennt ihre Produkte nach Orten wie Oslo, Lima, Zermatt, Isfahan oder Berlin. Die VK-Preise liegen im Schwerpunkt zwischen 149 und 259 Euro. Das Label wurde erst 2019 gegründet.

Rens

Rens
2019 präsentierte das finnische Start-up Rens nach erfolgreicher Crowdfunding-Kampagne den klimaneutralen Coffee Sneaker. Hergestellt wird er (VK: 129 Euro) aus Kaffeesatz und recyceltem Kunststoff. Genauer gesagt sind 21 Tassen aufgebrühten Kaffees und sechs Plastikflaschen für ein Paar nötig. Nun präsentiert das Label mit dem Nomad eine Neuauflage des Sneakers und setzt erneut auf Crowdfunding anstatt auf eine klassische Finanzierungsrunde, um eine Überproduktion zu vermeiden und die Transportemissionen zu verringern. Rens arbeitet mit ausgewählten Online-Händlern wie etwa Zalando zusammen, der Vertrieb läuft in Eigenregie.

Mercer Amsterdam

Mercer Amsterdam
Das Hauptaugenmerk bei Mercer Amsterdam gilt den Sneakern. Der niederländische Designer Pim Dresen hat das Label nach der Mercer Street in New York City benannt, wo er im Alter von 10 Jahren sein erstes Paar Sneaker erwarb. Die VK-Preise der in portugiesischen und italienischen Familienbetrieben produzierten Sneaker für Frauen und Männer bewegen sich im Schwerpunkt zwischen 189 und 270 Euro. Um die Sneaker herum baut Mercer Amsterdam eine kleine Range mit College-Blousons (um 229 Euro im VK), Joggpants (ab 110 Euro), Sweat-Shirts und Hoodies (um 129 Euro). Generell wichtig ist die Nachhaltigkeit in Sachen Produkt, Fertigung und Lieferkette.

Noella

Noella
Angefangen hat alles 2016, zunächst mit Taschen. Mittlerweile ist Noella eine Komplettkollektion und seit 2018 auch für den Wholesale verfügbar. Gemäß des Speed to Market-Prinzips gibt es acht Kollektionen pro Jahr, bei Express-Bestellungen kommt die Ware innerhalb von zwei Wochen auf die Flächen. Das Label hat bereits Kunden in Norwegen, Schweden, Dänemark und UK. Den Vertrieb für Norddeutschland verantwortet AlsterV, weitere Vertriebsagenturen für den Süden sollen folgen. Typisch für die Kollektion sind Mäntel im Teddy-Daunen-Patch, oversized Anzüge und bunter, geringelter Grobstrick. Preise liegen bei 69 Euro VK für Strick und 149 Euro VK für Mäntel.

Dawn & Dare

Dawn & Dare
„Wir wollen moderne zeitlose Styles kreieren, die die Saison überdauern“, sagt Dawn & Dare-Designerin Charlotte Vadum, die das Label 2016 mit Vibeke Bernhoft lanciert hat. Die Idee hinter der Kollektion ist es, Teile zu kreieren, die man am Morgen braucht, um sie einfach überzuziehen und sich wohlzufühlen, bis zu aufregenderen Looks für den Abend, wenn die Party startet. Eben von „Dawn“ früh bis „Dare“, also der Verführung oder Aufregung am Abend. Strick in Regenbogenfarben, mitunter handgestrickt, und schmeichelnde Kleider stehen im Zentrum des Looks.VK-Preise liegen im Schwerpunkt für Kleider zwischen 175 und 350, für Strick zwischen 250 und 550 Euro.

1331

1331
Auf der Messe in Kopenhagen haben sich gleich mehrere internationale Einkäufer für das noch junge Label aus Berlin interessiert. Denn der Ansatz von 1331 ist, auf jeden Fall als Unternehmen nachhaltig, fair und möglichst vegan zu produzieren. So startete Gründerin Johanna Bartsch 2018 mit veganen Taschen. Mittlerweile hat sie ihr Portfolio aber auch um Raumdüfte, Duftkerzen mit aromatherapeutischem Ansatz, botanische Seifen und Massageöle und viele vegane Kostbarkeiten mehr erweitert, die sich in ihrem cleanen Verpackungsdesign nicht nur für Concept Stores mit Anspruch anbieten. Raumdüfte kosten im VK um 35 Euro, Taschen um 385 Euro.
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