Neue Namen, frische Produkte und Styles. Das macht die Sortimente spannend. Die Redaktion der TextilWirtschaft hat einen neuen Schwung Labels to watch für Womenwear und Taschen aufgespürt und zusammengestellt.

Maison Flaneur

Maison Flaneur
Das Angebot: Komplettkollektion mit Fokus auf Strick. Der Look: Kastige Formen, klare Farben, ein Spiel mit Falten und Lagen. Die Innovation: Patchwork oder distressed Details erscheinen wie von Hand gefertigt, tatsächlich setzt das Label hier auf Intarsien-Techniken. Produziert wird in Veneto, Italien, wo sämtliche Teile an Vintage-Handstrickmaschinen hergestellt werden. Der Labelname stammt allerdings aus dem Französischen und bedeutet flanieren bzw. lustwandeln. Die EKs liegen bei 100 bis 300 Euro. Den Vertrieb hat Gabrielli Fashion Consulting, München, übernommen. Kunden sind unter anderem Le Bon Marché, KaDeWe und 58's buy Heidt in Frankfurt.

Roos+Roos

Roos+Roos
Die Lachshaut, aus der die Taschen gefertigt werden, hat einen langen Weg hinter sich: Inspiriert ist sie vom am Schwarzen Drachenfluss lebenden Nanai-Volk im Osten Sibiriens, das das Leder für Zelte, Taschen und religiöse Objekte nutzte. In Deutschland ist sie Industrienebenprodukt von zertifizierten Biolachsfarmen, vegetabil gegerbt und damit nachhaltig. Zu Taschen verarbeitet wird sie in einem Kölner Innenhof von Designer Michael Patrick Roos, der in der vierten Generation einer Kölner Unternehmerfamilie Taschen und Gepäck anfertigt. Die stark limitierten Taschen sind alle Unikate und liegen im EK zwischen 75 und 110 Euro bei einer Kalkulation von 2,7. Vertrieb über Modeist, München und Düsseldorf.

Feather&Find

Feather&Find
Bohemian durch und durch: Farbenfrohe Blumenmuster, Fransen, flatternde Längen – so kommt das 2012 auf Bali gegründete Label daher. Der Fokus liegt auf Kleidern, Kaftanen und Jumpsuits. Sprich auf allem, was Lust auf Sommer macht. Die Produkte sind handgefertigt, Recycling ein wichtiges Thema. So finden Stoffreste unter anderem in der eigenen Schuhlinie Verwendung. Sandalen und Slides werden in klassischer Boho-Manier mit reichlich Bommeln, Perlen und metallischen Applikationen verziert. Die VK-Preise für Mode liegen bei 189 bis 319 Euro. Die Kollektion wird diese Saison erstmals in Deutschland präsentiert, der Vertrieb läuft über Gabriele Bohlen, Flip Distribution, München.

Mi Piace

Mi Piace
So lautet der Name des neuen, italienischen Shirtlabels made in Europe. Passenderweise steht er für „Das gefällt mir“. Das Label, das gerade mit seiner ersten Saison startet, zeigt sowohl lässige Sweats und Shirts aus Jersey als auch Seide. Sie sind allesamt mit witzigen Drucken versehen, wie Comics, New York- oder Hawaii-Prints, die mit Aufschriften wie „Pop“ oder „Yeah“ kombiniert werden. Die Shirts werden zu 100% in Italien produziert. Sie liegen im EK zwischen 29 und 39 Euro.

Valérie Khalfon

Valérie Khalfon
Spitze, Spitze, Spitze – dafür steht das französische Label Valérie Khalfon. Spitze von rustikal bis fein und zart, als partieller Einsatz oder allover, bedruckt oder gepatcht, in zarten Pastellen genauso wie in kräftigen. Sie kommt für lässige Beachkleider, genauso wie für Tuniken, für Daywear genauso wie für glamourösere Party-Dresses zum Einsatz. Benannt ist das Label aus Paris, das es seit rund sechs Jahren gibt, nach seiner Designerin. EK-Preise reichen von 45 bis 145 Euro. Produziert wird ausschließlich in Europa. Vertrieben wird die Kollektion hierzulande über die Agentur Moormann in Düsseldorf. Zu den ersten Kunden in Deutschland zählen u.a. Lodenfrey, München, Breuninger in Stuttgart und Engelhorn in Mannheim.

Lookabe

Lookabe
Von „Vogue up like this“ und „Darling“ bis hin zu Wassermelonen-, Avocado-oder Zitronen-Prints – die Drucke des neuen Labels Lookabe sind vielfältig und immer mit einem kleinen Augenzwinkern gedacht. Die Pieces – es gibt jeweils ein Shirt und einen Hoodie für Männer und Frauen – kommen entweder in reiner Baumwolle oder im Baumwoll/Polyester-Mix. Die Kollektion startet bei 39 Euro VK für Shirts und endet bei 89 Euro VK für Hoodies. Der Vertrieb läuft über Carmen Fischer, Düsseldorf.

Jean Atelier

Jean Atelier
Supermodels wie Gigi Hadid tragen es, Bloggerinnen wie Olivia Culpo oder Shay Mitchell sowieso. Die Rede ist von Jean Atelier, dem neusten Design-Baby von 7 for all Mankind- sowie Citizens of Humanity-Gründer Jerome Dahan und dem ehemaligen Citizens-Kreativdirektor Noam Hanoch. Das Ergebnis ist „eine Luxus-Kollektion, die aus der nie endenden Liebe und tiefen Wertschätzung für Highend-Denim entstanden ist“. Bisherige Kunden der, selbstredend, reinen Denim-Linie sind Barney’s, Matches Fashion und Le Bon Marché. Preise: 140 bis 200 Euro EK, Kalkulation 2,7. Vertrieb über Brama, Düsseldorf/Mailand/Paris.

Piumelli

Piumelli
Alles fest im Griff: Die klassischen Silhouetten der Taschen von Piumelli werden durch metallische, runde Henkel oder Trageriemen aus Ketten veredelt. Hinzu kommt der Mix and Match-Gedanke, denn separate Lederstraps mit aufgesetzten Blüten oder Nietendetails pimpen die Modelle – oder auch jede andere Lieblingstasche – zusätzlich. Lederware mit Augenzwinkern. Gründer Antonio Piumelli startete 1958 in Neapel ursprünglich mit einer kleinen Werkstatt für Lederhandschuhe, in den 60er Jahren kamen Taschen dazu. EK-Preise liegen zwischen 16 und 59 Euro. Vertrieb: The Agency Mimi Paatzsch, Düsseldorf.

La Petite Broderie

La Petite Broderie
Hier ist der Name Programm: Das zum Frühjahr startende Label steht für opulente, detailreiche Stickereien. Sie zieren Tuniken, Hosen, knöchellange Röcke und bodenlange Kleider aus Baumwoll-Stretch ebenso wie Jeansjacken und -hemden. „Die Einkäufer können dabei individuell entscheiden, welches der Produkte sie in welcher der sechs Farben ordern möchten – und auch die ethnischen oder floralen Stickereien dazu auswählen“, erklärt Macherin Gaby Ventrella. Im Einkauf liegen die Produkte zwischen 90 und 180 Euro bei einer 2,7er Marge. Somit belaufen sich die aufwendigen Kleider auf 499 Euro VK. Der Vertrieb läuft über Ventrella, München.

Beyoutiful

Beyoutiful
Schneewittchen, Cinderella oder übergroße Kaffeebecher, immer versehen mit dem Wortspiel und Labelnamen „BEYOUtiful“ – das sind nur ein paar der witzigen Motive, die die Shirts des neuen Labels Made in Europe zieren. Macherin Sara Martignoni, die bereits ein Schal-Label führt, präsentiert zum Frühjahr nächsten Jahres erstmals die 30 Shirts große Kapsel. Es gibt ein universelles Shirt-Modell, aber die Kunden können unter insgesamt zwölf Grafiken wählen. Die Shirts sind aus hochwertiger, cosy Baumwolle und werden in Italien gefertigt. Sie sind trotzdem kurzfristig innerhalb von zwei Wochen lieferbar. Preislich liegen sie bei 35 Euro im EK und 98 Euro im VK.

Mehr Labels to watch
Alles außer Mode: Labels to watch aus Berlin

Sneakerschutz und Plattenspieler

Neue Namen für die Order

Labels to watch

Zag Bijoux
Neue Namen für die Order

Labels to watch

Norr