Neue Namen für innovative und überraschende Flächen. Nicht nur Fashion-Sortimente leben vom Überraschungs-Effekt. Auch im Accessoires-Business zählen Innovationen und Neuigkeitswert. Neben den Big-Playern mischen kleine, spezialisierte Newcomer das Schuh- und Taschen-Business auf. Zehn neue Namen mit Potenzial.

Humour.noir

Humoir.noir
Am 1. April wurde die junge Taschenmarke Humour.noir in Berlin gegründet. Sie versteht sich als veganes und gleichzeitig luxuriöses  Fashion-Label. Inspiriert durch eine große Afrika-Reise und die Liebe zur Natur, setzt die Gründerin, Jenny Steinke, auf Materialien wie Nähgarne aus PET-Flaschen, Piñatex, Canvas-Bio-Baumwolle, Cartina und Kork. Ergänzend dazu soll die Zielgruppe, die Generation Y, durch Blei- und Nickelfreie Accessoires, veganen Kleber und  Henkel aus exklusivem Murano-Glas überzeugt werden. Die Produktion findet in einem Atelier in Italien statt. Bislang verkaufte das Label nur über den eigenen Online-Shop, jedoch wird es sich in nächster Zeit für den Wholesale öffnen.

Mime et moi

Mime et moi
Morgens Flats, nachmittags Block-Heels, abends hohe Hacken. Die richtige Absatzhöhe für jede Gelegenheit − ohne den eigentlichen Schuh wechseln zu müssen. Das verspricht das Münchner Label Mime et moi.  Für jedes Modell gibt es sieben verschiedene Absätze, die sich per Klickverschluss ab- und anmontieren lassen. Über einen integrierten Mechanismus passt sich die Sohle an die jeweilige Sprengung an. Nach einem Testlauf bei einem belgischen Handelspartner und im eigenen Webshop möchte Mime et moi jetzt den deutschen Wholesale ins Visier nehmen. Im VK kostet ein Paar mit zwei verschiedenen Absätzen um 190 Euro, weitere Heels kann sich die Kundin einzeln dazu kaufen. Kontakt: sales@mimemoi.com.

Antolina Paris

Antolina Paris
Mit Antolina Paris lebt Mariela Schwarz Montiel künftig parallel zu ihrer Tätigkeit als Head of Design von Unützer den Traum ihres eigenen Labels. Lediglich fünf Styles umfasst die kleine Luxuskollektion mit Schwerpunktpreislage 300 bis 700 Euro VK zum Start. Viel größer soll sie denn auch gar nicht werden. Charakteristisch für die Sandalen, Sandaletten und High-Heels, die in Paraguay von Hand gearbeitet werden, sind die aufwändigen Flechtungen. Der Bogen zu Paraguay spannt sich, da Montiels Vater Halbindianer ist.

Afar

Afar
Taschen, die jede Belastung aushalten. Individuell, langlebig und nachhaltig. Schließlich sind sie auf das anstrengende Leben in Afrika hin angelegt. Nicht alle Stoffe stammen aus der eigenen Weberei in Addis Abeba, mitunter wird auch belgisches Leinen verarbeitet. Die robusten Leder – genauso das Horn für die Schnallen – kommen von kleinen Farmern, deren Tiere fast wild gelebt haben. Und alles wird artisanal, teils tatsächlich von Hand bearbeitet, mit Öl und Wachs eingerieben, mit Naturfarben bedruckt. Entsprechend reich ist auch die Formen- und Design-Sprache: Das Portfolio reicht von der ledernen Dokumentenmappe bis zur eleganten Businesstasche. Die EK-Preise reichen − je nach Materialmix − von 40 bis 70 Euro, Weekender liegen bei knapp 100 Euro.

Noova

Noova
Glowing in the dark. Zumindest, wenn die Sneaker des italienischen Labels ein gewisses Maß an Licht abbekommen. Denn für alle Modelle wird reflektierendes Nylon verwendet. Mal in Weiß, mal in Gelb, mal in Schwarz − mal in Kombination. Die superleichten Sneaker gibt es für Männer und Frauen, sie kosten im EK 89 Euro und können mit 2,6 kalkuliert werden. Vertrieb in DACH über Alexander Pospisil, Düsseldorf.

Virginie Darling

Virginie Darling
Das französische Unternehmen sitzt in Marrakesch. Für die Taschen, Geldbörsen und Passhüllen werden entweder Stoffe verwendet, die normalerweise für traditionelle marokkanische Gewänder zum Einsatz kommen. Oder herrlich weiches Lammnappa sowie Kalbleder, teilweise vegetabil gegerbt. An den Tasseln, charakteristisch für Marokko, lassen sich typische Berber-Stitching-Details erkennen, insgesamt aber bleiben die Formen vergleichsweise clean. Eine Micro-Bag kostet zum Beispiel 89 Euro VK, ein Shopper 119 Euro, die Comfort-Bag, das teuerste Teil in der Kollektion, 329 Euro. Im Übrigen kommt jede Tasche mit einem anderen Futter. Nachdem das Label bereits an Verkaufspunkten im heimatlichen Marokko, in Frankreich, Spanien, den USA und Japan vertreten ist, möchte Virginie Darling jetzt auch im deutschsprachigen Raum Fuß fassen. Kontakt über Rodolphe Pacaud: rodolphe@virginiedarling.com.

PF16

PF16
Das Label aus Florenz ist die Zweitlinie von Paola Ferri und versteht sich als junge, sportliche Kollektion. In deren Fokus stehen Sneaker-Spielarten mit ordentlich Bodenbetonung, die ohne viel Schnickschnack auskommen. Im EK bewegt sich PF16 bei einer attraktiven Kalkulation von 3,0 zwischen 56 und 59 Euro im Kern. Im deutschsprachigen Raum ist das Label nun in der zweiten Saison präsent und wird von Landen & Landen, Stephanskirchen, vertreten.

Lahara

Lahara
Laura von Hagen will Eleganz mit Funktionalität und Handwerkskunst vereinen. Architektur ist Inspirationsquelle, nicht nur bei den Formen. Auch der kreisförmige Verschluss spiegelt es wider. Alles in allem: Luxus in delikaten Farben mit Sattlerstich − zu 300 bis 800 Euro VK.

Ruco Line

Ruco Line
Ein Sneaker mit Keilabsatz steht wie kein anderes Produkt für das Label Ruco Line, das in den 80er Jahren seinen Anfang nahm. Durch einen Zufall entdeckte Marco Santucci bei einer Dame in Santo Domingo, die ihm traditionelle Fußbekleidung verkaufen wollte, Knit-Schuhe. Sie gelten bis heute als Inspiration von Ruco Line. Die Herren- und Damenkollektion werden durch zwei Capsule Collections, Essentiel 'M und RCLN Progetto, ergänzt. Die Verkaufspreise liegen im Kern zwischen 270 und 330 Euro. Den Vertrieb verantwortet in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Agentur d-tails.

Seok

Seok
Hinter dem Label aus Südkorea steht Yong Bae Seok, der auch schon für Hogan, Tod’s und Dolce & Gabbana tätig war. Core Product der Kollektion ist mit zwei Leder-Ausnahmen ein Canvas-Sneaker, der seinen charakteristischen Look einer vulkanisierten Sohle zu verdanken hat, die in Handarbeit zusammengesetzt wird. Der Sneaker bringt auch innere Werte mit, nämlich eine hochwertige Fußbettsohle. Es gibt die unterschiedlichsten Farbstellungen, für Männer wie für Frauen. Im EK bewegt sich Seok bei 2,8er Kalkulation zwischen 52 und 69 Euro. Die Kollektion wird in Deutschland und Österreich über Alexander Pospisil, Düsseldorf, vertrieben.
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