Die Filmindustrie und die Modebranche passten schon immer gut zusammen. Egal, ob Dokumentationen über Yves Saint-Laurent, Coco Chanel oder auch unterhaltsame Spielfilme wie Der Teufel trägt Prada, sie sorgen beim Publikum immer wieder für große Begeisterung. In diesem Jahr gibt es einige neue Streifen, bei denen die Mode und ihre Macher im Mittelpunkt stehen. Drei Filme, die Modebegeisterte nicht verpassen sollten.

Westwood. Punk, Icon, Activist



Aus dem Norden Englands kam die damals 17-jährige Vivienne Westwood in den 60er Jahren nach London. Ihr Leben änderte sich schlagartig durch die Begegnung mit dem Sex Pistols-Manager Malcom McLaren. Gemeinsam mit ihm begann sie 1971 zu designen und ein Geschäft in der King's Road zu führen, um ihre Ideen und Designs zu präsentieren. In den folgenden mehr als vierzig Jahren ihrer Karriere durchlebte Westwood auch Tiefschläge durch gescheiterte Beziehungen, den Spott der Presse und finanzielle Not, die in dem Film beleuchtet werden.

Heute ist Westwood immer noch ein prominenter Name der Mode-Szene. Die Sechsundsiebzigjährige ist eine der wenigen Namensgeberinnen von Designhäusern, die ihr Unternehmen noch selbst besitzt und betreibt. Der Dokumentarfilm von Regisseurin Lorna Tucker, die bereits bei einer Reihe von Projekten für Vivienne Westwood mitgewirkt hat, kam vor allem bei der Protagonistin selbst nicht gut an. Über Twitter distanzierte sich Westwood von dem Film und beurteilte ihn als mittelmäßig, da ihr vielfältiges Engagement zu wenig beleuchtet würde.

Filmstart: Demnächst. In England ist der Film bereits Ende März gelaufen, auch auf DVD ist er bereits erhältlich.

McQueen





Eigentlich sprach nicht viel dafür, dass aus Alexander McQueen mal ein weltberühmter Designer werden sollte. Der Brite wurde als sechstes Kind einer Hausfrau und eines Taxifahrers geboren. Kontakte in die Branche oder gar prominente Freunde als Förderer waren da nicht in Sicht. Dennoch erlangte der 2010 im Alter von 40 Jahren verstorbene McQueen Weltruhm.

Ian Bonhôte und Peter Ettedgui beleuchten die wichtigsten Etappen in dem Leben des Designers und befassen sich besonders mit der Frage, wie dieser schüchterne, hart arbeitende junge Mann zur schillernden Marke Alexander McQueen wurde. Trotz seines kurzen Lebens war sein Einfluss auf die Mode immens.

Filmstart: Ab dem 29. November wird die Dokumentation in deutschen Kinos zu sehen sein.

Love, Cecil



Cecil Beaton wusste selbst nicht so genau, was er eigentlich von Beruf war. Zur Auswahl standen Bühnen- und Kostümbildner, Fotograf, Schriftsteller und Maler. Von der Auszeichnung mit einem Oscar im Jahr 1958 (Bestes Kostümdesign für Gigi) über Seitengestaltungen für die Vogue oder auch Fotografien von Queen Elisabeth II. bis hin zu Kriegsfotografien in England, Nah- und Fernost reichten seine Aktivitäten. Wie kein Zweiter fing der exzentrische Künstler die kulturellen und politischen Veränderungen des 20. Jahrhunderts ein.

Dynamisch und lyrisch erzählt Rupert Everett in „Love, Cecil“ von Beatons einzigartigem Sinn für das Visuelle, der Maßstäbe der Kreativität setzte, die auch heute noch inspirieren.

Filmstart: Love, Cecil läuft bereits seit 12. Juli in den deutschen Kinos.
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