Die SPD kommt einfach nicht zur Ruhe. Doch statt politischer Inhalte sorgt nun ein modischer „Ausrutscher” für Gesprächsstoff. Im Fokus steht Bundesaußenminister Heiko Maas, genauer gesagt sein Outfit, in dem er am Sonntagabend nach der Präsidiumssitzung seiner Partei vor die Hauptstadtpresse trat. Denn eigentlich ist der Saarländer für seine modernen, schnittigen Anzüge bekannt und gilt als modischer Vorreiter auf dem Berliner Politparkett. Dafür heimste er sogar vor zwei Jahren die Auszeichnung als „bestangezogenster Mann Deutschlands” vom Männermagazin GQ ein - noch vor Stil-Ikone Pep Guardiola.

Doch den Ausflug in die Casual-Welt, kauft man dem 52-Jährigen offenbar nicht ab. Sein Outfit, eine schwarze Lederjacke, leicht skinny, dazu ein lässig getragener Schal sowie ein weißes Longsleeve, eine Tunnelzug-Hose und weiße High-Top-Sneaker, ließ die Social Media-Kanäle jedenfalls heiß laufen.

Vor allem bei Twitter erntete der SPD-Minister viel Hohn und Spott. Dort hieß es unter anderem von einem User „Heiko Maas sieht leider aus wie der Typ, der sein Patenkind konsequent mit Highfive begrüßt und 'Sportsfreund' nennt”. Ein weiterer Tweet lautete: „Es ist ein Verdienst des Feminismus, dem Mann seine Würde zu nehmen.”

Die Causa Maas zeigt jedenfalls, dass die Casualisierung des Kleidungstils für Politiker zurzeit längst noch keine Selbstverständlichkeit ist.