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Michelle Burkholder, Head of Buying Women Textile bei Zalando, über Trends und Themen

„Mode ist für jeden da”

Zalando
Michelle Burkholder verantwortet bei Zalando als Head of Buying Women Textile die DOB-Einkäufe
Michelle Burkholder verantwortet bei Zalando als Head of Buying Women Textile die DOB-Einkäufe

Welche Trends kaufen die Zalando-Kundinnen zum Frühjahr? Keiner weiß das besser als die Zalando-Womenswear-Einkäuferin Michelle Burkholder. Mit der TextilWirtschaft hat sie über die neue Relevanz von kräftigen Farben und Neon, das Comeback von Denim und das immer wichtiger werdende Thema Nachhaltigkeit gesprochen.

TextilWirtschaft:
Wie ist das Frühjahr 2019 bei Zalando gelaufen? Welche Produkte haben besonders gut funktioniert?
Michelle Burkholder:
Besonders Trends wie Zweiteiler oder Utility Wear aus Leinen und fließenden Stoffen waren Key-Teile der Saison. Wir haben eine Verschiebung von klassischen Schnitten und Farben hin zu kräftigen Farben, Neon, Prints und auffälligen Details gesehen. Im Allgemeinen sind unsere Kundinnen in ihrer Outfitwahl mutiger geworden, was auch durch den aktuellen Makrotrend „Empowerment” unterstützt wird. Der Frühling war eine starke Saison für Zalando.

Gab es spezielle Bestseller-Produkte?
Dazu gehören generell feminine Materialien, Details und Formen, insbesondere Milkmaid-Blusen/Kleider sowie Overalls in neuen Prints und Formen. Stark waren auffällige Details und Formen aus den 80er Jahren. Speziell viktorianisch angehauchte Blusen sind dabei zu nennen. Zudem war Neon in allen Kategorien ein Verkaufsimpuls.

Welche Segmente lagen unter den Erwartungen?
Wir haben einen langsameren Saisonstart bei den klassischen Denim-Produkten gesehen, da Kunden innerhalb der Denim-Kategorie vor allem Trendprodukte eingekauft haben. Auf der anderen Seite ist es erfreulich zu sehen, dass sich die Einstellung der Kunden zu Denim ändert und neue Denim-Trends eine hohe Relevanz haben.

Wie gehen Sie in die neue Frühjahr-Saison 2020? Welche Bereiche werden Sie stärken?
Bei unseren Kunden rückt Nachhaltigkeit weiter in den Vordergrund. Umweltfreundliche Stoffe und ethische Herstellungsverfahren sind ein Thema; Daher möchten wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Markenpartnern den Anteil nachhaltiger Produkte bei Zalando weiter erhöhen. Darüber hinaus sehen wir eine Fortsetzung der Symbiose zwischen Mode und Utility Wear, die sich mit Neon-Akzenten und -Details für den Alltag neu erfindet. Prints machen einen Schritt in Richtung marokkanischer und tribaler Einflüsse, mit leichten wehenden Kleidern, die überhaupt stark werden. Western und Boho sind weiterhin Inspirations-Themen. Wir denken an Santorini und Havanna, gepaart mit Produkten aus BCI-Baumwolle und recyceltem Kunststoff. Insgesamt ist der Schlüssel zum Erfolg mutig, auffällig und individuell zu sein. Eine Einstellung, die wir bei Zalando sehr ernst nehmen. Inklusivität und die Entfaltung des persönlichen Stils, frei von jeglichen Bedenken und möglichen Vorurteilen anderer, steht bei Zalando ganz oben auf der Agenda.

Gibt es Lücken in Ihren Sortimenten, die Sie noch schließen möchten?
Wir wollen weiterhin auf unserem Engagement für ein wachsendes Sortiment an Nachhaltigkeit und die Einbeziehung aller Größen aufbauen. Mode ist für jeden da, egal in welcher Form und Größe.
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