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Abgänge und Rückkehrer der Messe und Fashion Week

Neue Ordnung in Mailand und Florenz

Gucci
Zurück auf dem Männertermin: Gucci zeigt im Januar während der Milano Moda Uomo.
Zurück auf dem Männertermin: Gucci zeigt im Januar während der Milano Moda Uomo.

Debütanten, Rückkehrer, Wechsler. Die Menswear-Saison fängt Anfang 2020 mit Mailand und Florenz an. Da tut sich einiges.

Im Sommer musste die Menswear-Woche der Mailänder Schauen einen Dämpfer verkraften: Prada hatte sich abgemeldet, statt in der italienischen Metropole lieber in Shanghai gezeigt, nah an den Luxus-Kunden der Zukunft. Immerhin: Die Luxus-Marke betonte stets, es bei einem einmaligen Ausflug zu belassen. Im Januar 2020 wird sie also wieder in Mailand zeigen. Und als Gucci dann die Rückkehr zur Trennung von Menswear- und Womenswear-Schauen verkündete, frohlockte die italienische Fashion-Szene. Mailand schien wieder im Aufwind, nachdem zuletzt nicht nur Asien, sondern vor allem auch Paris, Heimat der zwei großen Luxuskonzerne LVMH und Kering, einige prominente Namen und so auch Besucher abgezogen hatte. Die Fashion-Week soll damit von Freitag bis zum Dienstag dauern, statt nur bis Montag. Auch die Luxus-Labels Salvatore Ferragamo und Marco de Vincenzo füllen als Rückkehrer den Kalender weiter.

Doch die Mailänder Freude hielt nicht allzu lange an. Nur wenig später kündigte Versace – inzwischen zur US-Gruppe Michael Kors gehörend – an, die Männer- und Frauen-Schauen zusammenzulegen und damit nur noch am Womens-Termin zu zeigen. Damit fehlt wieder ein prominenter Name auf dem Männer-Kalender.

Pitti Uomo in Florenz kann hingegen weiterhin auf hohem Niveau Namen verkünden. So wird Anfang Januar das Jil Sander Kreativ-Duo Lucie und Luke Meier die neue Menswear-Kollektion der Luxusmarke im Rahmen der Messe präsentieren. In der jüngsten Vergangenheit hatte Pitti Uomo mit Givenchy, MSGM und Salvatore Ferragamo bereits bekannte Luxus-Häuser für sich gewinnen können.

Mit Brioni hat sich jüngst ein weiterer bekannter Luxus-Name zum Standort Florenz bekannt. Das zum Kering-Konzern gehörende Tailoring-Haus hofft auf ein Comeback und wird zum 75. Firmenjubiläum eine Präsentation an den Arno bringen, die von dem Modehistoriker Olivier Saillard konzipiert wird. Sie wird am 7. Januar, dem Eröffnungstag der Messe, stattfinden. Ein weiteres Comeback wagt der ehemalige Saint Laurent-Designer Stefano Pilati. Der Kreative arbeitet seit 2017 an seinem Projekt „Random Identities”, dessen Uraufführung auf der kommenden Messe stattfinden wird.
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