Minimalistisch, zeitlos, aktuell. Das ist Jil Sander. Das Frankfurter Museum Angewandte Kunst zeigt ab diesem Freitag die Werke der Hamburger Designerin. Erstmal widmet das Museum sein gesamtes Haus einem Künstler. "Jil Sander. Präsens" will ausdrücklich keine Retrospektive sein, sondern vielmehr die Werkschau einer "Ausnahmegestalterin". Neben ihrer Mode gewährt Sander auch Einblicke in andere Bereiche ihres kreativen Schaffens: sei es die Gartengestaltung, das Interiordesign für ihre Flagshipstores oder Kunstprojekte. 

Die Ausstellungsräume spiegeln unterschiedliche Stadien ihes Schaffens wider: Besucher gelangen aus der Front Row vom Laufsteg über den Backstage-Bereich in das Atelier. Gezeigt werden ausgewählte Stücke, ikonische Accessoires wie die Tootie Bag, Sneaker aus der Kooperation mit Puma. Die Klangkompositionen von Frédéric Sanchez, mit dem Sander seit Anfang der 90er Jahre zusammenarbeitet, verleihen der Präsentation dabei eine Dynamik, die ein Abdriften in eine allzu museale, offenkundig nicht gewollte Anmutung verhindert.

Es sind aber schließlich vor allem die Kreationen Jil Sanders - seien es akkurat geschnittene Mäntel oder weiße Ankle-Boots -, die deutlich vor Augen führen, dass Sander nichts an Aktualität eingebüßt hat.

Die Ausstellung „Jil Sander. Präsens″ ist bis 6. Mai im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen. Der Katalog zur Ausstellung ist im Prestel-Verlag erschienen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der TextilWirtschaft Ausgabe 45, ab Mittwoch, 8. November, 18 Uhr auf dem Smartphone oder Tablet für Android sowie iOS und am Donnerstag, 9. November, in der gedruckten Ausgabe der TextilWirtschaft.