Junge Designer und ihre Ideen

Generation Future

Kim Berndt
Multimediales Intro zur Modenschau von Kim Berndt, Creative Director Studio.fbx, und Master-Studierenden der Hochschule Niederrhein.
Multimediales Intro zur Modenschau von Kim Berndt, Creative Director Studio.fbx, und Master-Studierenden der Hochschule Niederrhein.

Wie inspirierend und impulsgebend die Arbeiten von jungen Köpfen für die Modebranche sind, zeigt ein neu ins Leben gerufenes Konzept. Als Antwort auf das Motto "Textile Impulse für die Zukunft" bekommen 15 Nachwuchsdesigner zum ersten Mal die Möglichkeit, ihre Ideen und Kollektionen im Rahmen einer Fashionshow zur Aachen-Dresden-Denkendorf International Textile Conference 2022 (ADD) am 1. und 2. Dezember im Eurogress Aachen zu präsentieren.

Die Kreativen kommen aus den Hochschulen Niederrhein, Reutlingen und Pforzheim. Ihre vielschichtigen Arbeiten orientieren sich an den Themenvorgaben Creativity, Sustainability, Innovation und Diversity. Organisiert wird die Fashionshow vom Team der Neo Fashion Berlin, der Plattform für Graduierte und junge Designerinnen und Designer in Deutschland, auch bekannt von der Berlin Fashion Week. Für das multimediale Intro zeichnen Kim Berndt, Mitbegründerin und Creative Director vom digitalen Modedesignstudio Studio.fbx mit Sitz in Köln, sowie Master-Studierende der Hochschule Niederrhein verantwortlich. TextilWirtschaft online zeigt schon vorab einige der Outfits:

Armin Wehrmann, Hochschule Reutlingen

Patrick Glück
Die von Streetwear-inspirierte Kollektion "Breathing Matters" reagiert auf Probleme, die Realität sind: Umweltverschmutzung, Wasserknappheit, CO2-Emission. Sie erinnert an Schutzbekleidung und soll auf ein Worst-Case Szenario aufmerksam machen und zu einem Überdenken des persönlichen Konsums anregen. (Sustainability)

Aurélie Harazim, Hochschule Pforzheim

Isabelle Dingler
Für ihre Abschlusskollektion "pressure" hat sich Aurélie Harazim mit dem Thema Stress und mit sehr persönlichen Momenten und Phasen ihres Lebens befasst und sie künstlerisch aufgearbeitet. Das Ergebnis sind fünf individuelle Charaktere, die auch im Umfeld eines eigenen Films beleuchtet werden. (Innovation)

Eleonore Brive, Hochschule Pforzheim

Max Nehlich
Die Bachelorarbeit "Next Fashion" beschäftigt sich mit den Prognosen und Visionen der Modeindustrie. Daneben zeigt sie auf, welchen Einfluss Designer auf das Thema Sustainability haben und an welche Grenzen sie stoßen. Ein neues Modesystem soll Freiräume für Kreativität innerhalb einer nachhaltigen Modeindustrie aufzeigen. (Sustainability)

Antonia Dannenberg, Hochschule Niederrhein

Kevin Mohr
Der alpinen Wintersportkollektion "MELT DOWN" liegt das Thema Klimawandel zugrunde. Sechs Outfits visualisieren die desaströse Entwicklung der weltweiten Gletscherschmelze in Folge der Erderwärmung. Nachhaltig werden auch Restbestände und Samples eines bayerischen Outdoor-Anbieters verarbeitet und ein Eco-Druckverfahren angewendet. (Innovation)

Franziska Jauch + Gia Phuc Trinh, Hochschule Niederrhein

Gia Phuc Trinh
Die Kollektion "D4L" entstand im Rahmen eines Forschungsprojektes, mit platzierten Flächen-Lasereffekten und Diamond-Finishings Denimgewebe emissionsarm zu gestalten. Schnittgestaltung und Print-Design führen wie ein Zeitstrahl durch die Denim-Geschichte bis hin zu einem Zukunftsszenario, das von Umdenken geprägt ist. (Sustainability)

Nadine Gottwald, Hochschule Niederrhein

Louis Bürk
Die Kollektion "To appear as we please" soll der Vielfalt einer offen gelebten Geschlechterzugehörigkeit etwas Verbindendes geben, fernab stereotyper Farb- und Formgebung. Mode, die frei macht von tradierten Vorstellungen. Traditionelle körperliche und modische Merkmale werden aufgelöst. Im Fokus steht Individualität. (Diversity)

Hoang Han Ngoc, Hochschule Reutlingen

Luna Kloess
"The Loss of Function – The Art of Fashion" – Mode ist mehr als ihre Funktion. Sie ist Kunst, agiert politisch und provozierend, so der Ansatz der Bachelorthesis. Wie kann Mode als gemeinschaftliches Tool ein größeres Verständnis für inklusives Verhalten schaffen? Welche Bedeutung hat das Fehlen eines der fünf menschlichen Sinne im Leben? (Creativity)

Henning Sadau, Hochschule Pforzheim

Henning Sadau
Für Design und wertige Verarbeitung werden in der Mode hohe Preise aufgerufen. Die Kollektion "ringarge" will die Bedürfnisse nach Design und Exklusivität mehr Menschen zugänglich machen. Klassische Silhouetten zeigen abstrakte Muster, kommen in flexiblen Materialien. Geschichte aus einem neuen, relevanten Blickwinkel. (Creativity)

Isabelle Dingler, Hochschule Pforzheim

Isabelle Dingler
Die Bachelorarbeit "DeGender Fashion" befasst sich damit, Mode vom sozialen Konstrukt Gender zu lösen. Es geht um neue Looks, die nicht mehr nur einem Geschlecht allein zugeschrieben werden können, die weder rein feminin noch maskulin konnotiert sind. (Diversity)

Michèle Lemper, Hochschule Niederrhein

Gia Phuc Trinh
"Aspirational Realness" beschäftigt sich mit mehr Realität in der Selbstdarstellung auf Social-Media-Plattformen. Die Prints und Schnitte sind von der Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst inspiriert. Hingucker sind abstrakte Drucke, erstellt mit wassersparender digitaler Pigmentdruck-Technologie. (Creativity + Sustainability)

Marlon Ferry Hahn, Hochschule Reutlingen

Gerome Defrance
Zwischen traditioneller Handwerkskunst und digitaler Simulation generiert "Augmented Virtuality" einen neuen Workflow: Auf einem durch 3D-Bodyscanning entstandenen Avatar werden Skulpturen modelliert und mit 3D-Filter entfremdet. Per 3D-Druck und Bearbeitung werden dann die Designs mit den textilen Entwürfen zusammengeführt. (Innovation)

Gabriela Paranhos Lopes, Hochschule Niederrhein

Gabriela Paranhos Lopes
Die Kollektion "MOTIRÕ" ist eine Hommage an die Grafiken, Körperbemalungen, Accessoires und das Kunsthandwerk brasilianischer Urvölker. Auch die reduzierte Farbpalette spiegelt deren Umfeld. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit werden Garne aus Pflanzenfasern, Bio-Baumwolle und Leinen verarbeitet. (Creativity + Sustainability)

Nalan Batmaz, Hochschule Reutlingen

Gerome Defrance
"Crossed Army" verbindet japanische Symbolik mit Military Look. Aus kontroversen Welten entsteht lässige Street- und Sportswear. Während die Silhouetten japanische Tradition spiegeln, kommen die Materialien aus dem Armee-Bereich. Hier treffen Leinen und wasserabweisende Gewebe auf Strick, Leder und Stickereien. (Diversity)
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