Acht von fast 5000. In gerade einmal acht von weltweit ber 4900 H&M-Stores wird es die neue sogenannte Berlin Collection von H&M geben. Und auch nur dort. Denn das ist der hyperlokale Ansatz des Fast Fashion-Konzerns, der im H&M Laboratory entstanden ist: Eine limitierte Sonderkollektion in kurzer Zeit entwickeln, die exakt auf die Bedürfnisse eines klar definierten Marktes zugeschnitten sein soll.

Gerade einmal drei Wochen habe man von der Produktentwicklung bis zum Produkt im Store gebraucht, teilt der Konzern mit. Um dieses Tempo zu erreichen, wurden die Produkte in Europa gefertigt. Es ist das erste Mal, dass H&M eine solche Kollektion in die Sortimente aufnimmt, heißt es dazu aus dem Unternehmen. „Mit dieser Kollektion rücken wir den Konsumenten wirklich in den Fokus und schaffen so eine besonders lokale und dadurch besonders relevante Kollektion, speziell zugeschnitten auf die Wünsche und Bedürfnisse der Berlinerinnen“, sagt Heléne Riihonen, Business Developer im H&M Group Laboratory.

Hinter den Kulissen des deutschen H&M Labs

Keimzelle der H&M-Zukunft

Oliver Lange leitet das H&M Lab Deutschland.


Enstanden seien Konzept und Kollektion in Zusammenarbeit von H&M Deutschland und dem H&M Laboratory der H&M Group. Diese Abteilung wurde im Unternehmen gegründet, um neue Geschäftsmodelle und Ideen zu entwickeln. Zuletzt wurden unter großer Aufmerksamkeit das erste Café von H&M eröffnet und der Start mit Maßbekleidung verkündet.

Das Berliner Pilotprojekt ist das erste von H&M weltweit. Konkrete Pläne, dies auf andere Städte zu übertragen nennt H&M noch nicht, betont aber, dass das Tool das Potenzial habe, um den hyperlokalen Ansatz auch in anderen Märkten zu verfolgen.

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H&M Deutschland: Erstes Café und Start mit Maßbekleidung

Renderings des H&M Lab Café.


Für die Aussage der Kollektion, die am 16. Mai in die Läden kommt, habe man Trends „mit eigens erhobenen Daten identifiziert, die spezifisch für Berlin sind”. VK-Preise liegen etwa bei 14,99 Euro für ein weißes Top und 59,99 Euro für einen Trenchcoat. Zum Launch der Linie hat H&M mit der Berliner Influencerin Lisa Banholzer (Blogger Bazaar) zusammengearbeitet.

Konkrete Angaben zur Sortimentstiefe macht H&M nicht, weist aber auf die limitierte Verfügbarkeit der neun unterschiedlichen Styles hin.

Bei den Filialen, in denen die Berlin Collection verfügbar sein wird, handelt es sich um die Läden am Leipziger Platz, im Boulevard Berlin, im SchultheissQuartier, im Ring-Center, in der Grunerstraße, in der Schönhauser Allee sowie auf dem Kurfürstendamm (2).

Das H&M Laboratory ist in drei Einheiten unterteilt. Das Research Lab soll für die Gruppe Kunden-, Technologie-, Makro- und Industrieentwicklungen zusammenfassen, das Idea Exploration Lab „auf konzeptioneller Ebene gemeinsame Möglichkeiten mit externen Partnern” erkunden und das Co:Lab wiederum investiert in „Unternehmer, die die Zukunft der Mode erforschen”, heißt es dazu von H&M.
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