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Fashion Week-Analyse

Von Skiing bis Skydiving: die Top Sport-Trends vom Catwalk

Martin Veit
Setzt ebenfalls auf Padding: Moncler.
Setzt ebenfalls auf Padding: Moncler.

Während die Fashion Week in Paris noch läuft, werfen wir bereits einen ersten Blick auf die Catwalks – und die wichtigsten Sporttrends. Denn von Performance-Brands bis Luxus-Labels, von Fila und White Mountaineering bis Fendi und Max Mara senden die Schauenwochen auch dieses Mal wieder wichtige Trendimpulse.

In der Womenswear sind sportive Themen zwar weniger stark als noch in vergangenen Saisons − doch haben sie sich vom anfänglichen Trendthema dort zum unerlässlichen Mittel etabliert, mit dem elegante Looks gekonnt aufgebrochen werden. So kommt bei Burberry der Puffer über das Satinkleid, bei Versace der College-Pulli zum Scuba-Mini. Bei Prada der Lederrock zum wattierten Blazer und Gummistiefeln, bei Boss das Hoodie-Kleid in Leder. Fashion und Funktion, im gemischten Doppel: sportive Elemente reduzieren die Strenge und erhöhen die Alltagstauglichkeit elegant-femininer Looks. In der Menswear hält sich das Sport-Thema unterdessen wacker, getrieben von Athleisure- und Casual-Impulsen. Hier darf es dann gerne noch allover umgesetzt werden – ob als Tracksuit mit 80’s-Anmutung oder Hoodie zur Nylon-Baggy.

Top 50 Looks: Die Sport-Trends vom Catwalk

Die sportiven Impulse sind bei beiden jedoch, ungeachtet der Gewichtung, die gleichen. Am auffälligsten dabei: der Hang zu Padding. Ob nun als Puffermantel mit passendem -schal bei JW Anderson, als wattierter Jumpsuit bei Fila oder gepaddete Lederweste à la Bottega Veneta. Ob in Lack wie bei Toga oder über Suits gelayert wie bei Versace: wattierte Pieces sind das Thema der Stunde. Neben dicken, gefütterten Qualitäten zeigen sich aber auch besonders dünne Nylon-Materialien, die auch über die Kombi zu Helmen stark an Skydiving erinnern. Andere Looks weisen unterdessen starke Ski-Anleihen auf. Für Pisten-Atmosphäre sorgen sowohl technische als auch natürliche Materialien, so setzt Jacquemus etwa auf Cordhosen in Skioptik mit Leinenhoodie. Burberry schickt unterdessen originalgetreue Rugby-Shirts über den Laufsteg.

Deutlich reduziert wurde derweil der Anteil an Logos und Neon-Tönen – beides Themen, die vor allem bei den Männern vergangene Saison noch durchaus präsent waren. Auch Hiking tritt in den Hintergrund, ist aber noch hier und da in Form von Wanderschuhen zu beobachten. Die Bedeutung von Utility im sportiven Kontext ist weiter ungebrochen – so zeigt etwa Tommy Hilfiger Cargos mit Pattentaschen mit Hoodie. Ein weiterer, starker Partner ist Dekonstruktion. Ob bei Sacai oder White Mountaineering: Der Mix verschiedener Prints, Farbwelten und Materialien sorgt für Spannung.

Eine ausführliche Analyse der Big Four Fashion Weeks finden Sie im Anschluss an die Schauenwochen am 18. März ab 17 Uhr im E-Paper sowie am 19. März in der gedruckten Ausgabe. Die Analyse der Mailänder und Londoner Womenswear-Schauen für Herbst 2020: Jetzt im E-Paper lesen

 

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