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Streetwear auf Wanderpfaden

Im Spätherbst zu Berge

Auf zu neuen Höhen. Das einst als leicht angestaubt und spießig geltende Outdoor-Segment holt sich neuen Input aus der Street- und Urbanwear. Und andersherum. Die dynamisch wachsende Style-Sparte Adidas Originals nimmt sich jetzt ganz neu das Segment Wanderbekleidung vor. Die Rede ist aber nicht von Zip-Hosen in Naturtönen, raschelnden Windjacken und klobigen Wanderstiefeln. Sondern vielmehr von Streetwear mit einem Schuss Alpinisten-Style.

Adidas Originals: Pharell Hu Hiking Inline






Damit stoßen die Macher in einen Bereich vor, der seit einiger Zeit von der urbanen Zielgruppe wieder neu entdeckt wird. Outdoor, aber cool. In skandinavischen Städten wie Kopenhagen und Stockholm stehen (nicht nur aufgrund der Wetterverhältnisse) originäre Wander-Ausrüster auch bei den coolen Kids hoch im Kurs. Allen voran Jacken und Sweats von The North Face und Patagonia werden zu Sneaker und Co. frei kombiniert. Auch bis vor kurzem noch als angestaubt geltende Namen wie Columbia und Helly Hansen tauchen vor den angesagten Clubs und Kneipen wieder auf. Ob als Vintage-Teil oder Neuauflage, wie sie Formate wie Asos oder Urban Outfitters wieder im Sortiment haben.

Die Outdoor-Marke The North Face investiert ebenfalls in diese Richtung und lanciert das „Urban Exploration”-Konzept, das bisher nur in Asien vertreten war, jetzt auch in Berlin. In der Münzstraße 8 eröffnen die Macher jetzt den ersten deutschen Store des Konzepts. Im Mittelpunkt stehen Neuauflagen von 90er-Jahre-Jackenstyles.

Die Premium-Jackenmacher von Woolrich haben sich wiederum gerade mit dem japanischen Unternehmen Goldwin zusammengetan, um eine Fashion-Outerwear-Linie zu entwerfen, die auf der kommenden Pitti Uomo in Florenz Premiere feiern soll.

Adidas Originals wiederum pusht in der neuen „Pharrell Hu Hiking Inline” aktuell sehr öffentlichkeitswirksam Outdoor-Produkte für Männer und Frauen, die Wetterfestes mit Hochmodischem verbinden sollen. Tracksuits mit auffälligen Camouflage-Mustern bekommen über plakative Sleeve-Prints und Logo-Applikationen ihre Street-Credibility. Teddyfleece als Oberstoff soll den Urbanwear-Klassiker Bomberjacke wintertauglich machen.

Preislich liegen Shirts bei rund 40 Euro, Sweatshirts und Hoodies zwischen 80 und 100 Euro. Jacken kosten im VK um 150 Euro, Hosen liegen bei 90 Euro. Generell dominieren naturnahe Töne, lichtes Rosa (für simple Logo-T-Shirts oder ausgefallenere Longsleeve-Bodys mit Stehkragen) setzt leuchtende Akzente. Neben Jacken, Hoodies und Hosen runden Caps, ein Rucksack und ein Bandana die Looks ab. Die neue Outdoor-Kollektion ist in Deutschland sowohl in den Adidas-Stores in Berlin und München als auch bei Wholesale-Kunden wie P&C Düsseldorf (online sowie Häuser in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Köln und Mannheim), About You und DefShop erhältlich.

Eine ausführlich Analyse des Jacken-Business' in der Menswear und einen Bericht zu neuen Strategie von Woolrilch lesen Sie in der kommenden Ausgabe der TextilWirtschaft, ab Mittwoch, 15. November, 18 Uhr auf dem Smartphone oder Tablet für Android sowie iOS und am Donnerstag, 15. November, in der gedruckten Ausgabe.
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