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Auftakt Womenswear 2020

Die Womenswear-Themen fürs Frühjahr

Die Womenswear wird ruhiger. In Farbigkeit wie Dekoration. Das steht jetzt schon fest. Es macht sich, nach den aufregenden und aufgeregten Jahren der Gucci-Manie, eine neue Hinwendung zu Reduktion und Minimalismus bemerkbar. Die Branchen-Profis werden es genießen. Wichtig wird es beim Einkauf sein, das Rad nicht allzu sehr herumzureißen, sondern eine moderne Mixtur zusammenzustellen, die vielerlei Ansprüchen entgegenkommt. Drei Modethemen, ein Preview.

Trendthemen Womenswear 2020: Pur

Tailoring-Einflüsse gewinnen an Bedeutung, Blazer-Varianten greifen immer mehr Raum, und über weitere Hosen kommen charmante, feminine Aspekte in den Look. Das alles findet entweder in fließenden, weichen Qualitäten statt oder in geschmeidigem Leinen - deshalb wirken die Outfits auf jeden Fall nach wie vor entspannt, teils unverändert lässig. 

Trendthemen Womenswear 2020: Natur

Naturtöne stellen die große Leinwand, auf der ein neues, harmonisches und warmes Bild gezeichnet wird. Die Naturpalette präsentiert sich in gewaltiger Bandbreite von Offwhite und vielen hellen Sandtönen über warme Terracotta- und Khaki-Nuancen bis Braun. Monochrome oder fein abgestufte Farbkompositionen sind darunter am neuesten. Es gibt nach wie vor eine Fülle an Printmotiven, doch auch sie schöpfen aus der Natur: Dschungel- und Blätter-Dessins, großflächige Blüten und punktuell immer auch noch Tierdessins, diese allerdings zunehmend verfremdet. Neu in dieser warmen, bodenständigen Welt treten Batik, ethnisch inspirierte Ornamente und Paisleys auf. Die plakativen Elemente der vergangenen Saisons - ob Sport- oder Streetwear-Einflüsse, ob Wordings oder extrovertierte Animalprints - treten in deutlich moderaterer Weise auf. Dafür greifen Utility- und Cargo-Elemente mehr Raum. Sie passen, wie auch Safari-Details, hervorragend in die ganze Natur-Thematik und sind ja per se schon Klassiker.

Trendthemen Womenswear 2020: Kultur

Die Brüche sind also insgesamt nicht mehr so hart, die Kontraste weniger stark. Man wird dessen unangeachtet dennoch mit ihnen spielen müssen. Denn allein mit beruhigten Oberflächen und puren Looks lassen sich keine Sortimente abwechslungsreich darstellen. Neon wird in diesem Zusammenhang intensiv diskutiert, gilt als wichtiger, doch meist kleinteiliger Akzent. Mutig hingegen wird mit großen wie kleinen Rüschen gespielt, mit Kordeleffekten und Raffungen, mit Kachel- und Tapisserie-Dessins, allem voran den wiederentdeckten romantischen Toile de Jouy-Motiven. 


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