Niemand in der Fashion-Branche hat so konzeptionell gearbeitet wie Martin Margiela. Eine neue Ausstellung im Pariser Musée Galleria widmet sich dem Schaffen des Kreativen in bisher nicht dagewesener Tiefe.

Martin Margiela − das Geheimnis um die Person des genialen Kreativen wird auch diese Ausstellung im Pariser Musée Galliera nicht lüften. Sehr wohl aber die eine oder andere Frage zu seinem Konzept. Denn niemand in der Modebranche hat ähnlich konsequent konzeptionell gearbeitet.

Ob es die Erforschung von übergroßen Proportionen war oder der Facetten-Reichtum von Weiß. Ob japanische Einflüsse, die zu den populären Schuhen führten mit separatem Abteil für den großen Zeh. Oder die Auseinandersetzung mit Vintage-Mode, als „Replica“-Serie zu neuem Leben erweckt. Hier ist ein Belgier kennen zu lernen, der in Paris sein eigenes Designhaus etablierte – was nur wenigen gelingt. Hier ist ein Denker zu erleben, der seine Ideen nicht proklamiert, sondern in Stoff und Leder realisiert hat.

Nachzuvollziehen bis zum 15. Juli im Palais Galliera, unweit vom Palais de Tokyo. Geöffnet Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr.
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