Pitti Uomo ist vorbei, die Mailänder Menswear-Schauen gelaufen. Diese beiden Events bilden traditionell den Auftakt in die Menswear-Orderrunde. Im Blick: das Frühjahr 2019. Die TextilWirtschaft hat mit Ludovico Campanini, Einkäufer beim Mailänder Laden The Store über aktuelle Trends, Neues beim Hemd und die Bedeutung von Streetwear gesprochen.

TextilWirtschaft: Was waren die Treiber im vergangenen Frühjahr?
Ludovico Campanini: Gut angekommen ist zum Frühjahr alles rund um Anzug und Sakko. Hier stehen Labels wie Boglioli, Lardini und Dopiaa im Fokus. Hosen haben sich ebenfalls gut verkauft, insbesondere die Modelle von PT01, Berwich und Fortela. Wir spüren einen Trend hin zu mehr Weite. Jeans tun sich dagegen aktuell schwer, mit Ausnahme von Jacob Cohën und Dondup. Zudem experimentieren wir mit dem Label The Nim, das sich durch japanische Einflüsse und eine gute Verarbeitung auszeichnet.

Wie sehen Sie die Entwicklung beim Hemd?
Wir waren mit Shirts von Bagutta sehr erfolgreich, insbesondere mit Styles im 80er-Jahre Retro-Muster. Zum kommenden Frühjahr nehmen wir die Hemden von Salvatore Piccolo neu auf. Ein neapolitanischer Designer, der für eine traditionelle Handwerkskunst steht. Außerdem interessieren wir uns für die Kiton-Linie Sartorio sowie Stile Latino von Vincenzo Attolini.

Welche Bedeutung hat Streetwear für Ihre Kunden?
Generell lässt sich feststellen, dass die Streetwear-Welle sehr stark und wohl auch nachhaltig ist, jedoch ausschließlich bei jungen Männern. Reifere Männer werden sich immer elegant kleiden. Im Hinblick auf aktuelle Strömungen spüren wir zudem, dass der Stil der 50er und 60er wieder im Kommen ist. Durchaus klassisch, aber mit Volumen und Softness. 
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