Licht lockt Leute – dieser unter Lichtplanern gern zitierte Spruch ist im aktuellen Ladenbau so relevant wie nie. Denn in Zeiten immer weiter sinkender Frequenz ist Licht ein probates Mittel, um Kunden in den Laden zu holen. Durch den Siegeszug der LEDs sind die Kosten für Beleuchtung deutlich gesunken. Außerdem eröffnet die neue Lichttechnik unzählige Möglichkeiten im Hinblick auf die Beleuchtung. Licht kann viel mehr als nur Räume erhellen. Es strukturiert die Fläche, lenkt die Aufmerksamkeit der Kunden auf bestimmte Bereiche, führt durch den Laden und ist zudem ein wichtiges dekoratives Element.

Auf der Messe Light & Building, die alle zwei Jahre in Frankfurt stattfindet, werden Innvoationen vorgestellt und Lichttrends definiert. Das sind die Top-Trends von der Light & Building:

New Neon

Klassische Leuchstoffröhren werden mithilfe modernster Technik neu definiert. Das „Alphabet of Light“ des Leuchtenspezialisten Artemide beispielsweise ist quasi die Leuchtschrift der Moderne. Modulare Elemente ermöglichen beleuchtete Schrift oder auch grafische Elemente. Ähnlich das Produkt Super-G des österreichischen Lichtherstellers ProLicht, das sich wie eine Leuchtschlange als dekoratives Element über Decken und Wände zieht. Das Ligeo-System dagegen ist zwar auch für die Dekoration von Wänden und Decken geeignet. Doch auch Skulpturen bspw. für Schaufenster oder auf der Fläche lassen sich damit kreieren – immer im klassischen Leuchtstoff-Look.  

Filigran

Abseits von schweren Kronleuchtern und hellem Neonlicht macht sich ein zurückhaltender Trend breit: Filigrane Leuchten, bestehend aus feinen Metall- oder Stahlelementen, auf denen die Leuchtmittel zu schweben scheinen. Paradebeispiel dafür ist das mit dem Architektenduo Neri & Hu und Artemide in Kooperation entstandene nh1217-System. Aber auch der italienische Leuchtenhersteller Fontana Arte hat mit „Setarah“ eine filigrane Serie im Programm. Etwas anders, aber ebenso fein ist die von Jan Pauwels für Quasar entwickelte Leuchtenserie. Hier zieren unzählige Leuchtpunkte ein Metallgerüst aus entweder Gold, Silber oder Kupfer.

Dynamisch

Das Auge reagiert auf Licht und Bewegungen. Beides vereinen dynamische Lichtsysteme, also sich bewegendes Licht. Die „Kinetic Lights“ des gleichnamigen Berliner Herstellers sind bewegte Lichtskulpturen, die in unterschiedlichster Form umgesetzt werden können. Die Leuchte „Mesh“ von Luceplan dagegen ist eine dekorative Leuchte, deren Lichtpunkte mithilfe einer App einzeln angesteuert und auch in Bewegung gesetzt werden können. Das System „Snooker“ von Prolicht bezeichnen die Entwickler selbst als „kinetische Kunstintstallation.“ Die Leuchten können je nach Bedarf per App in Höhe und Position angepasst werden. So entstehen immer neue Bilder an der Decke.

Flächig

Durch den Siegeszug der OLED-Technologie und neue LED-Systeme, die Licht ebenfalls flächig abstrahlen, entwickeln sich auf Basis dessen immer mehr Leuchten, die mit eben dieser Fläche spielen. Ob es die Neuinterpretation einer klassischen Glasschirm-Leuchte wie bei der Equatore von Fontana Arte ist, die flexible "Luflex" von LG oder die faszinierende Discovery Vertikal von Artemide, bei der das Licht in einer Glasscheibe zu entstehen scheint – flächige Lichtlösungen waren auf der Light & Building omnipräsent. 




Mehr Lichttrends von der Light & Building lesen Sie ab Mittwoch, 28. März, 18 Uhr in der TextilWirtschaft auf dem Smartphone oder Tablet für Android sowie iOS und ab Donnerstag, 29. März, in der gedruckten Ausgabe.
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