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Mailänder Männerschauen Frühjahr 2020

Top-Looks aus Mailand

Von Armani bis Zegna. Nahtlos an Pitti Uomo in Florenz knüpfen die Mailänder Menswear-Schauen an.

Nach starken Streetwear-Impulsen der vergangenen Saisons wird das Bild nun weitergedreht. Sportswear und Co. spielen dabei weiterhin eine wichtige Rolle. In Italien wird jedoch auch über die Stärke des Standorts Mailand diskutiert.

Zwischen wachsenden Veranstaltungen in Florenz − Pitti Uomo konnte diesen Sommer nicht nur mit namhaften Ausstellern in der Fortezza da Basso punkten, sondern auch mit prominenten Schauen, von Luxus-Star Givenchy bis Insider-Tipp Sterling Ruby − und Paris, wo die großen Luxushäuser LVMH und Kering ihre Präsentationen bündeln, muss sich Mailand mehr und mehr behaupten. Das Aussetzen von Prada schmälerte den Kalender unübersehbar. Die Luxus-Brand zog es dieses Mal vor, näher am wichtigen chinesischen Markt zu agieren und zeigte in Shanghai die Runway-Präsentation.

Mailänder Männerschauen Frühjahr 2020: Top-Looks aus Mailand

Nichtsdestotrotz ist für viele Einkäufer die Relevanz weiterhin hoch. „Mailand auszusetzen und direkt von Florenz nach Paris zu fahren kommt für mich überhaupt nicht in Frage”, sagt etwa Bruce Pask, Menswear-Chefeinkäufer von Bergdorf Goodman in New York. „Viele wichtige Marken sehen wir nur hier.” Auch Justin Berkowitz, Fashion Director von Bloomingdale's, New York, sichtet hier die Designer-Kollektionen.

Das modische Bild, das Mailand von der Menswear zeichnet, ist – wie auch schon in Florenz – äußerst farbenfroh. Hochsommerliche Statements werden stark über Tropen-, Haiwaii- und Holiday-Themen gesetzt. Dolce & Gabbana bauten einen Dschungel am Anfang des Catwalks auf, Neil Barrett tauchte den Shiny Floor am Schauplatz in ein knallbuntes Bodenbild mit Kokospalme und Tukan.

Knallfarbiges fand sich auch, nicht brandneu aber kommerziell durchaus erwähnenswert, bei Active- und Techno-Ideen, wie sie Marcelo Burlon oder Palm Angels und United Standard zeigten.

Ein weiteres prägnantes Feld sind plakative Botschaften. So hat sich Etro, seit langem erstmals wieder mit einer Show statt Präsentation auf dem Kalender, die Lizenz von Star Wars für T-Shirts, College-Jacken und Hemden gesichert. Dean und Dan Caten brachten den Martial Arts Star Bruce Lee in Bild und Wort auf ihre Looks. Prada wiederum − zwar nicht auf dem Laufsteg, doch im Showroom präsent – vertraut ganz auf die alleinige Kraft des eigenen Namens, geht damit aber in die Vollen, verteilt Logo-Spielarten in unterschiedlichsten Variationen über Jacken, Taschen und Shirts. Und wo noch kein Emblem ist − etwa am gerollten Dreieckstuch, dem Mini-Accessoires der Stunde bei Prada − wird einfach ein dreieckiger Logo-Pin angebracht. Hauptsache sichtbar. Ob auf der Straße oder auf Instagram.
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