Fokus zweite Saisonhälfte. Es gibt eine Reihe starker Impulsgeber, um das Menswear-Business voranzutreiben, wenn der erste Kick des Saisonstarts verflogen ist. Traditionell stehen im Frühjahr vor allem formelle Looks und Stylings für wichtige Umsätze: Hochzeiten und Abschlussbälle treiben das Geschäft mit Anzug, Sakko und Co. regelmäßig an.

Doch auch im dynamischen Feld der Casualwear gibt es neue Schwerpunkte. Und das auch abseits altbekannter Maritim- oder Safari-Themen, die so sicher wie kaum sonst irgendetwas die Kollektionen und Sortimente prägen, wenn es Richtung Sommer geht.



Neben diesen Ideen kommt, vor allem getrieben aus dem Topgenre der Menswear, eine neue Welt: Beach- und After-Beach-Looks. Outfits für den perfekten Hochsommer-Urlaub. Denn auch wenn die Deutschen den Titel des Reise-Weltmeisters vor ein paar Jahren an China abgeben mussten, weist Statista für 2017 1,68 Milliarden Reisetage für die Deutschen aus. Ein Wert, der seit Jahren leicht steigt, 2014 waren es noch 800.000 Tage weniger.



Doch zurück zum Fashion-Business. Immer mehr Hersteller und Einkäufer docken an die Urlaubs-Lust an. Bade-, Beach- und Holiday-Kollektionen haben das Zeug dazu, über den reinen Neue-Badehose-Bedarfskauf hinaus Stimmung in den Sortimenten zu erzeugen. Und hochsommerliche Produkte außerhalb der Sale-Aktivitäten an den Mann zu bringen. Vor allem Shirts und Shorts stehen im Vordergrund. Aber auch Accessoires und Schuhe, von Sonnenbrillen bis zu Espadrilles, spielen im Gesamtkonzert eine wichtige Rolle.

Neben Schmückern wie leuchtenden Shorts, bedruckten Shoppern und stylischen Shades sind vor allem Oberteile wichtige Bestandteile im Business. Hochsommerhemden ziehen sich Inspiration aus Hawaii und sonstigen Traum-Ferienzielen. Mit reichlich Farbeinsatz und plakativen Musterungen. Vor allem Florales ist gesetzt.
Vergangenen Sommer hat das Menswear-Portal Mr Porter in Mailand gemeinsam mit der Luxus-Marke Tod's gezeigt, wie sich lockere Hochsommer-Looks inszenieren lassen.
Mr Porter X Tod's
Vergangenen Sommer hat das Menswear-Portal Mr Porter in Mailand gemeinsam mit der Luxus-Marke Tod's gezeigt, wie sich lockere Hochsommer-Looks inszenieren lassen.
Eine neue Konjunktur erlebt aber auch das Polohemd. Hier darf es etwas ruhiger zugehen, zumindest was Schmuck-Elemente angeht. Flaggen und Fantasie-Segelwettkampf-Schriftzüge sind weniger präsent als noch vor einigen Saisons. Dafür softe (mitunter gestrickte) Spielarten und Retro-Anleihen wie Kontrastringel und Ausschnittlösungen ohne Knöpfe. Beim Evergreen T-Shirt dominieren indes Logo-Styles, ob Ferienzeit oder nicht. Neue Bilder lassen sich mit Styles erzeugen, die Wordings als Alloverprint spielen oder über Modelle mit Postkarten-Motiven auf der Brust.

Mehr zur Rolle von Beachwear und Co. in der Menswear lesen Sie ab Mittwoch, 30. Mai, 18 Uhr, in der TextilWirtschaft auf dem Smartphone oder Tablet für Android sowie iOS und ab Donnerstag, 31. Mai, in der gedruckten Ausgabe.
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